27. 05. 2012
Seite drucken
Rot-Weiß Köln: Siebter Landesmeister-Titel in der Vereinsgeschichte
(DHA/cp) Die Hockeyherren von Rot-Weiß Köln haben zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte den Hallenhockey-Europapokal der Landesmeister gewonnen. Mit dem Sieg in eigener Halle am Olympiaweg in Köln-Müngersdorf knüpfte die Mannschaft von Trainer Christoph Bechmann nach 14 Jahren Abstinenz an die "Goldene Zeit" Anfang der 90er Jahre an, als die damals dominierende Hallen-Mannschaft der Rot-Weißen zwischen 1990 und 1996 sechs Mal diesen Europacup gewann, nur einmal 1992 Limburg im Finale den Vortritt lassen musste. Der Deutsche Hallenmeister von 2009 besiegte im Endspiel das Team von Athletic Terrassa aus dem Hockeyvorort Barcelonas klar und deutlich mit 10:2 (5:1). Die Tore für Rot-Weiß erzielten Christopher Zeller mit gleich vier Treffern, Tobias Hauke, Fabian Bauwens-Adenauer (beide je zwei Treffer, sowie Marcel Meurer und Christian Achtmann.
"Die Spanier standen super tief, hatten aber in ihrer Defensive trotzdem große Lücken, was wir schon anhand der Analyse deren Halbfinalspiels ausgemacht hatten. So darfst du gegen uns halt nicht spielen – dafür haben wir viel zu gute Einzelspieler. Meine Mannschaft hat sich in diesem Turnier von Spiel zu Spiel gesteigert und hete ihre beste Leistung abgerufen. Zu motivieren brauchte ich die Jungs gar nicht mehr, die waren so heiß auf diesen Titel. Nun wird gefeiert – wir haben es dafür ja nicht weit", erklärte Trainer Christoph Bechmann. Neben Torhüter Max Weinhold lobte der Trainer vor allem die Leistungen von Tobias Hauke und Philipp Zeller. Letzterer wurde mit insgesamt 15 Toren in den fünf Turnierspielen mit Abstand bester Schütze des Europacups. Als bester Spieler des Turniers wurde der Russe Pavel Golubev geehrt. Luzern belegte durch einen 7:5-Sieg im "kleinen Finale Rang drei vor Dynamo Elektrostal. In der Relegationsrunde endeten Orient Lyngby (DEN) und Slavia Prag (CZE) auf den Plätzen 7 und 8, so dass die Meister Dänemarks und Tschechiens 2011 in der Clubchampions Trophy antreten müssen.
Vor 800 Zuschauern in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Rot-Weiß-Halle (es mussten sogar einige Zuschauer draußen bleiben) ließ das Team der Gastgeber von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer am Ende den Cup in seinen Händen halten darf. Der spielerisch überragende Tobias Hauke sorgte schon in der ersten Minute für die Führung der Rot-Weißen. Christopher Zeller erhöhte per Ecke und auf Vorlage von Benny Weß bald auf 3:0. Fabian Bauwens-Adenauer und wiederum Zeller konnten den Stand nach einer knappen Viertelstunde sogar auf 5:0 hochschrauben. Obwohl Pere Castello vor dem Wechsel noch auf 1:5 verkürzen konnte, war die Vorentscheidung bereits gefallen. Daran gab es spätestens dann keinen Zweifel mehr, als Meurer, Zeller, Bauwens-Adenauer und Hauke nach einer weiteren Viertelstunde auf 9:1 erhöht hatten. Jetzt durfte zwar auch Felix Oriol noch ein zweites Mal für die Spanier ran, aber den Schlusspunkt setzte mit dem 10:2 Christian Achtmann zwei Minuten vor dem Ende. Danach begannen Fans und Spieler auf der Bank bereits mit den Feierlichkeiten.
Der Finalsieg ist ein mehr als versöhnliches Ende der zurückliegenden Hallensaison, so der Trainer nach dem Spiel. Zum totalen Glückgefühl fehlte nur noch der nationale Hallenmeistertitel, den aber habe man verpasst. Mit dem Gewinn des bedeutendsten internationalen Hallentitels auf Vereinsebene sollten Trainer und Mannschaft allerdings mehr als zufrieden sein können.
Torfolge im Überblick:
1:0 Tobias Hauke (1.)
2:0 Christopher Zeller (KE, 7.)
3:0 Christopher Zeller (11.)
4:0 Fabian Bauwens-Adenauer (13.)
5:0 Christopher Zeller (16.)
5:1< Pere Castello (17.)
---------------------------------------------
6:1 Marcel Meurer (KE, 25.)
7:1 Christopher Zeller (KE, 28.)
8:1 Fabian Bauwens-Adenauer (31.)
9:1 Tobias Hauke (36.)
9:2 Felix Oriol (37.)
10:2 Christian Achtmann (38.)
Strafecken:
Köln 6 (3 Tore) / Terrassa 2 (kein Tor)
Spielbericht: Deutsche Hockey Agentur / Christoph Plass

























