27. 05. 2012
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Viva la Arena – Kölner Hochschulmeisterschaften im Beachvolleyball
(jb) Auf dem Gelände des Beachclubs "Playa in Cologne" in Köln-Müngersdorf wurden am gestrigen Mittwochnachmittag die besten Kölner Beachvolleyball-Teams ermittelt. Im Rahmen der Kölner Hochschulmeisterschaften haben die Teams Judith Bleul & Laura Twent bei den Damen und Max Schmitz-Porten & Florian Hannich bei den Männern das dreitägige Turnier gewonnen. Sie dürfen sich ab sofort auch offiziell als Kölner Hochschulmeister bezeichnen. Während der dreitägigen Veranstaltung begegneten sich auf den fünf Beachvolleyballfeldern 22 Männer- und 14 Frauenteams im doppelten K.O.-System. Dabei konnten sich die Teams im Turnierverlauf sogar eine Niederlage erlauben, ohne den Turniersieg auszuschließen. Einzige Bedingung für die Teilnahme an den Meisterschaften: der Studentenstatus.
Nach den ersten beiden Tagen Vorrunde wurde am gestrigen Nachmittag die Endrunde ausgetragen und erfreute das Publikum mit hochwertigen Leistungen. Der anhaltende Sonnenschein tat sein Übriges zur Stimmung auf und neben dem Platz, sorgte aber auch dafür, dass die Finals am Abend des dritten Tages für die Sportler nicht nur reine Nervenfrage waren. So sagte Schmitz-Porten, der in seinem Team mit Hannich für das Turnier ausnahmsweise als Blocker fungierte, vor dem Spiel um Platz eins gegen Jacobsen und Wessely, dass er "nicht nervös, aber kaputt" sei. Den Gegnern schien es ähnlich zu gehen, konnten sie doch im ersten Satz nicht richtig ins Spiel finden. So stand es schnell 1:0 in Sätzen für Seed1, die trotz ihrer Premiere als Team gut zusammenspielten. Hannich zeigte dabei eine bemerkenswert gute Abwehrarbeit und konnte auch im Angriff punkten. Im zweiten Satz schafften Jacobsen/Wessely es noch mal heranzukommen, setzten Seed1 mit ihren schlagkräftigen und gut platzierten Linkshänder-Angriffen unter Druck und gaben dann aber knapp mit einem Punktestand von 18:20 auch den zweiten Satz ab. Die Turnierleitung hatte zuvor verkürzte Sätze mit maximal 15 Punkten vorgeschrieben.
Die Gewinnerinnen des Damen-Finales Twent und Bleul setzten sich gegen Kubitza und Berry in zwei Sätzen durch (15:12, 16:14). Die beiden Kölnerinnen spielen seit Ende letzter Saison zusammen Beach und sind auch in der Halle gemeinsam in der ersten Mannschaft des 1.FC Junkersdorf vertreten, der letzte Saison in die Regionalliga aufstieg. Und auch hier zeigten beide Teams eine spannende Partie und einige hochkarätige Ballwechsel. Das Damenfinale litt allerdings ein klein wenig darunter, dass auf den anderen Plätzen noch Halbfinal-Partien liefen. Trotzdem konnte das geübte Auge des Beachvolleyball-Fans erkennen, dass hier die stärksten beiden Frauenteams gegeneinander antreten. Und wie bei den Männern gab es auch hier knallharte Schmetterbälle, spektakuläre Flugeinlagen und gefühlvolle Lupfer.
Beach-Volleyball findet in Deutschland immer mehr Anhänger. Die ehemalige Trendsportart ist seit 1994 olympische Disziplin, bei der Profi-Tour (seit 1992 als Masters ausgetragen) werden inzwischen Preisgelder im sechsstelligen Euro-Bereich gezahlt. Zuletzt sorgte das deutsche Duo Julius Brink und Jonas Reckermann für Aufsehen, als sie den Weltmeistertitel errrangen. In Deutschland gibt es nach Schätzungen des Deutschen Volleyball-Verbandes etwas mehr 3700 Ranglistenspieler, nach Schätzungen spielen hierzulande mindestens 100.000 Männer und Frauen regelmäßig Beachvolleyball. Die relativ junge Sportart hat in punkto Attraktivität für Zuschauer dem konventionellen Volleyball-Sport schon seit Jahren den Rang abgelaufen. Zu den großen Profi-Turnieren der World Tour kommen regelmäßig Tausende von Zuschauern. Für die deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand wurde zu den Meisterschaften 2003 sogar eine eigene Arena errichtet.

























