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27. 05. 2012
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Wissenschaftliche Schützenhilfe für Tanzemariechen


04.11.2008 23:00 von:


Bis zu sieben Auftritte pro Tag muss so manches Tanzpaar Höchstleistungen bringen. Grund genug, sich professionelle Unterstützung zu sichern. Das dachte sich das Tanzpaar der Altstädter, als sie mit der Deutschen Sporthochschule (DSHS) eine intensive Zusammenarbeit beschloss. Katrin Basinski und Marc Conrad sind Tanzemariechen und Tanzoffizier der Altstädter Köln 1922 e.V., eines der großen Traditions-Corps im Kölner Karneval. Deren Kommandant Kurt Nürnberg hatte dem Tanzpaar von dem Angebot eines Leistungschecks erzählt und schnell war der Entschluss gefasst. Am kommenden Montag, einen Tag vor der Eröffnung der närrischen Session werden die beiden eben jenen Leistungscheck über sich ergehen lassen. Aber dabei soll es nicht bleiben.

Die ungewöhnliche, aber irgendwie überfällige Zusammenarbeit, hat eine Vorgeschichte. Bereits im September dieses Jahres hatte die DSHS zu einem Workshop geladen, mehr als 100 Karnevalistinnen und Karnevalisten waren auf spezielle Empfehlung des Festkomitees in die Räume der Sporthochschule gekommen, um sich die neuesten sportphysiologischen Erkenntnisse in einer Art „Crashkurs“ anzueignen. Viele Sportverletzungen – und Karnevalstanz auch ohne akrobatische Höchstleistungen ist Sport – lassen sich bereits durch einfache Maßnahmen vermeiden. Dazu gehört unter anderem ein richtiges Aufwärmprogramm vor dem Auftritt. Außerdem ist auch eine gesunde Ernährung die halbe Miete zur Prophylaxe von Zerrungen und anderen muskulären Problemen. Auch das Tanzpaar der Altstädter hatte an diesem Workshop teilgenommen und erklärte sich prompt bereit, dem ersten einen zweiten intensiveren Termin folgen zu lassen.

So wird am 10. November ein umfangreicher Leistungscheck unter sportmedizinischer Aufsicht stattfinden. Dabei müssen sich beide Karnevalisten auf dem Laufband und an anderen Geräten auf ihre Fitness- und Ausdauerwerte hin untersuchen lassen. Durchführen wird diesen Leistungscheck Dr. Joachim Latsch. Zweifel an der körperlichen Fitness lässt der Sportmediziner dabei nicht aufkommen. „Das Pensum der karnevalistischen Tänzerinnen und Tänzer im Laufe einer Session ist enorm und nur mit optimaler Vorbereitung ohne gesundheitliche Probleme durchzuhalten“, so Latsch. Ziel sei es daher nicht, die Grundlagen für eine solch anstrengende Session zu erarbeiten, vielmehr gehe es um die Optimierung und Verfeinerung der Trainingspläne, so der Sportmediziner abschließend.

Die diesjährige Karnevalssession, die am Dienstag kommender Woche starten wird, dauert bis Ende Februar 2009 an. Aschermittwoch ist der 24. Februar 2009.







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