27. 05. 2012
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Köln 99ers: Deutlicher Sieg gegen Ligakonkurrenten EnBW Ludwigsburg
Bester Kölner Spieler war Kölns Toby Bailey mit 23 Punkten.
„Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute wohl
das beste Spiel des Jahres abgeliefert. Alle haben mit 100 Prozent Einsatz und
120 Prozent Herz gespielt und ihren hervorragenden Charakter beweisen – das
macht uns sportlich wie menschlich sehr glücklich“, so Sasa Obradovic
im Anschluss an die Partie. Schon im ersten Viertel legten die 99ers
gleich von Beginn an mit einer starken Leistung den Grundstein für
ihren späteren Erfolg. Schon nach wenigen Minuten lag das Team des in
Finanznöten befindlichen Teams mit 6:0 in Führung. Bis zur ersten Pause
bauten die Kölner ihren Vorsprung auf komfortable elf Punkte aus und
beendete das erste Viertel mit 30:19. Auch im zweiten Viertel kamen die
Kölner besser ins Spiel. Doch nach einer Schwächephase, die nach einem
Dreier von Philipp Schwethelm zur zwischenzeitlichen 38:20-Führung
begann, schrumpfte der Vorsprung der Kölner bis zur Halbzeit auf magere
vier Punkte (50:46).
Der Zwischenspurt der Badener setzte sich auch zu Beginn des dritten
Viertels fort. Nach einem erfolgreichen Dreier des Ludwigsburgers Jason
Dourisseau gingen die Gäste sogar mit 50:51 in Führung. Doch in der
Folge besannen sich die 99ers auf ihre Stärken und bauten in der Folge
ihre Führung kontinuierlich aus. Nach drei Viertel stand es 70:57, eine
Führung, die die Domstädter bis zum Ende nicht mehr hergaben. Neben
Top-Korbjäger Bailey überzeugten auch Immanuel McElroy mit seinen
Korbvorlagen sowie Marco Keselj mit seinen Distanzwürfen. Eine
insgesamt starke Mannschaftsleistung war schließlich auch Ursache für
den deutlichen 99:77-Sieg der Kölner. „Mit der herausragenden Leistung
stellten die Köln 99ers eindrucksvoll unter Beweis, welche Qualität und
welches Herzblut in der Mannschaft und der gesamten Organisation
steckt. In den nächsten Tagen will das Management gemeinsam mit
Insolvenzverwalter Dr. Norbert Heimann nun auch weiter die Weichen für
eine erfolgreiche Zukunft der Kölner Basketballer stellen“, hieß es von
offizieller Seite weiter.
Unmittelbar vor Spielbeginn ereignete sich jedoch ein tragischer
Todesfall. Die Mutter einer Cheerleaderin, die den Verein bereits seit
langer Zeit begleitet hatte, erlitt einen Herzinfarkt und konnte trotz
sofortiger Rettungsmaßnahmen nicht mehr wiederbelebt werden. So trat
noch vor Spielbeginn der ehemalige 99ers-Geschäftsführer Walter Pütz an
das Hallenmikrofon und machte die rund 2100 Zuschauer im Kölner
EnergyDome auf den Vorfall aufmerksam. Zwar feuerten die Kölner Fans
ihre Mannschaft in der Folge unentwegt an, der Jubel und die Freude
über den Sieg hatte jedoch einen bitteren Beigeschmack. Die
Verantwortlichen des Vereins gab nach dem Spiel seinem Beileid Ausdruck
und sprach sein Mitleid mit den Angehörigen aus. „In tiefer Trauer
gelten unsere Gedanken der Tochter und der gesamten Familie, denen wir
auf diesem Wege unser zutiefst empfundenes Beileid ausdrücken und ihnen
viel Kraft in den nächsten so schwierigen Tagen und Wochen wünschen
möchten“, hies es dazu abschließend.

























