27. 05. 2012
Seite drucken
Köln 99ers scheiden im Pokalachtelfinale gegen Alba Berlin aus
Schon im ersten Viertel deutete sich die Niederlage an. Zwar zeigte
Toby Bailey, mit 17 Punkten bester Werfer der Domstädter, und
Nachwuchsspieler Tobias Schwethelm eine ansprechende Leistung. Doch die
Berliner Profis um ihre Führungsspieler Julius Jenkins und Bobby Brown
kauften den Rheinländern direkt zu Beginn den Schneid ab. Dank
aggressiver Deckungsarbeit zwangen sie die 99ers wiederholt zu
schwierigen Würfen, während sie selbst Punkt für Punkt davonzogen. Der
verdiente Lohn für Alba war ein bereits deutlicher 13-Punkte-Vorsprung
nach der ersten Spielzeit (27:14). In der zweiten Spielzeit setzte sich
der Spielverlauf aus dem ersten Viertel fort. Dank Bailey unermüdlicher
Aufbauarbeit konnten die Kölner aber nach der 41:22-Führung zumindest
im zweiten Viertel gut mithalten. Das Viertel endete
19:19-Unentschieden.
Berliner Lauf im dritten Viertel entscheidet die Partie
Nachdem die 99ers nach der Halbzeitpause zunächst konzentriert weiter
arbeiteten und auch in dieser Phase ein gleichwertiger Gegner war, kam
zur Mitte der Spielzeit der Einbruch. Beim Stand von 51:38 (24.
Spielminute) verloren die Kölner den Faden. Die Alba-Profis hingegen
nutzten die Schwächephase der 99ers gnadenlos aus und setzten zu einem
20:4-Durchmarsch an. Mit dem Ende des dritten Viertel war das Spiel bei
einem Zwischenstand von 71:42 faktisch gelaufen. Auch in der letzten
Spielzeit fanden die Kölner keine Mittel gegen die spielerisch starken
Berliner, so dass nach Ablauf der 40 Minuten ein 23-Punkte-Rückstand zu
Buche stand.
„Das war heute ein sehr schweres Spiel für uns, da wir die Mannschaft
kurzfristig umstellen mussten. Wir hätten aber dennoch deutlich besser
spielen können“, kommentierte Kölns Sportdirektor Stephan Baeck. Vor
allem individuelle Schwächen waren die Ursache für die deutliche
Niederlage gegen den Ligakonkurrenten. Baeck will nun bei den kommenden
Trainingseinheiten vor allem den Zusammenhalt der neu formierten
Mannschaft stärken. Der kurzfristige Weggang der beiden Leistungsträger
Nadjfeji und McElroy hat die Kölner zusätzlich geschwächt. Im nächsten
Pflichtspiel in der Bundesliga müssen die Köln 99ers am kommenden
Wochenende gegen den amtierenden Tabellenführer antreten.

























