27. 05. 2012
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Köln 99ers siegen zu Hause gegen Jena
Mirko Bjelica und Brian Greene waren mit 27 bzw. 20 Punkten die besten
Werfer auf Kölner Seite, auch Marko Keselj und Derek Raivio konnten mit
17 bzw. 12 Punkten überzeugen. Dabei erwischten die Gäste aus Jena den
besseren Start. Zwar zeigte Kölns Bjelica auch im ersten Viertel schon
sein Können, doch Jena gelang durch konsequentes Ausnutzen vieler
unnötiger und leichtfertiger Ballverluste der Heimmannschaft eine
deutliche 17:26-Pausenführung. Knackpunkt war dabei ein vermeintliches
Foulspiel ihres besten Spielers Bjelica, der den Kölnern beim Stand von
13:15 einen zwischenzeitlichen Einbruch bescherte. Die Mannschaft
agierte zunehmend unkonzentriert, während Jena seine Trefferquote auf
sehr gute 86 Prozent erhöhen konnte. Die letzten beiden Punkte vor dem
Abpfiff gingen aber wieder auf das Konto der Kölner, allerdings nach
eine 11:0-Serie.
In der zweiten Hälfte starteten die Kölner besser ins Spiel. Nachdem
der Kölner Green mit einem Drei-Punkte-Wurf das erste Zeichen setzte,
stellten die Gäste ihre Verteidigung auf Mann-gegen-Mann um. Doch es
dauerte noch einige Minuten, bis die Kölner zur Aufholjagd ansetzen
konnten. Neben den bereits genannten Stützen der Mannschaft konnten
auch die jungen Spieler wie Philipp Schethelm wertvolle Punkte
erzielen. Kurz vor der Halbzeitpause konnten die Kölner sogar mit 46:43
in Führung gehen, zur Halbzeitpause stand es dann 47:46 für die 99ers.
Auch im zweiten Spielabschnitt setzten die Kölner Korbjäger ihr starkes Spiel fort und bauten in der Folge ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Allerdings zeigte die junge Mannschaft von Trainer Obradovic zum Ende des dritten Viertels wieder einige Schwächen, so dass der zwischenzeitliche Acht-Punkte-Vorsprung zum Abpfiff des dritten Viertels wieder auf fünf Punkte zurückging. Den Start in das finale Viertel verschliefen die 99ers. Zu statisch wirkten in dieser Phase die Offensivbemühungen der Kölner. Nach einem Dreier von Jenas Plavich kamen die Gäste sogar bis auf einen Punkt (69:68) heran. Kölns HeadCoach Sasa Obradovic nahm eine Auszeit („Timeout“), um wieder Bewegung in den Angriff der 99ers zu bekommen. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Schnell bauten die Kölner ihren Vorsprung aus und ließen sich auch durch weitere gute Aktionen der Gäste nicht mehr aus dem Tritt bringen. Immer wieder war es Green, der mit sicher verwandelten Weitwürfen die Kölner Führung sicherte. Sein Dreier zum 89:80 sollte so etwas wie eine Vorentscheidung sein und machte Green zum besten 99ers-Spieler dieses Viertels. Elf einer insgesamt 20 Punkte erzielte der Kölner Basketball-Profi im Schlussviertel. Auch die letzten Punkte des Spiels fielen auf der Seite der Gäste, so dass zum Ende ein 15-Punkte-Vorsprung stand.
„Wir haben im Angriff wieder sehr gut getroffen, aber unsere Verteidigungsleistung war heute wenig überzeugend“, so das selbstkritische Fazit des Kölner Trainers Obradovic. Dennoch blickte der frühere Basketball-Profi zuversichtlich in die Zukunft. Köln kann nach derzeitigem Stand aus eigener Kraft in die Runde der letzten Acht („Play-Offs“) einziehen. Am kommenden Sonntag spielen die 99ers gegen Oldenburg, eine weitere schwere Aufgabe auf dem Weg in die Endrunde.

























