27. 05. 2012
Seite drucken
Rollstuhl-Basketball: Köln 99ers verlieren knapp und unglücklich
Chancenlos waren die Gäste der Köln 99ers im Kellerduell am 15. Spieltag in der Hamburger Sporthalle Wandsbek nicht. Aber wie so oft schon in dieser Saison haperte es im entscheidenden Moment an der Abschlussschwäche der Domstädter. Mit einer ernüchternden 63:60 Niederlage mussten die 99ers und die mitgereisten Fans die Heimreise antreten. Nun bedarf es schon eines sehr großen Wunders und einer enormen Leistungssteigerung, um den rein rechnerisch möglichen Klassenerhalt zu schaffen. Das Spiel begann gut für die Kölner, Yuki Ito konnte gleich im ersten Angriff aus der Halbdistanz die Gäste in Führung bringen. Leider sollte es 3 Minuten dauern bevor wieder ein Kölner punktete. Zwischenzeitlich hatten der HSV in der Person von Ex-Nationalspieler Ahmet Coskun sich eine 8:2 Führung erspielt. Bis zum 1. Viertelende sollte Hamburg die Führung beim Spielstand von 16:13 für sich behaupten. In den Anfangsminuten schienen die Kölner ihre Nervosität langsam abzulegen und schafften sogar in der 14. Spielminute über Sebastian Spitznagel die 18:19 Führung. Doch es sollte an diesem Samstag die letzte Kölner Führung bleiben. Die Hamburger Auszeit zu diesem Zeitpunkt unterbrach den Kölner Sturmlauf. In den folgenden Minuten bis zur Halbzeit konnten die Domstädter trotz gut heraus gespielter Chancen nur noch 3 Körbe erzielen, ließen aber im Gegenzug den Hausherren 17 Punkte zu und lagen somit nach 20 Minuten bereits mit 35:25, wie sich später zeigen sollte, vorentscheidend zurück.
Dass die 99ers zu keinem Zeitpunkt das Spiel aufgaben ist sicher als positiv zu bewerten. So kamen die man nach dem Wiederanpfiff dann auch über die ersten Punkte von Frederic Jäntsch aggressiver ins Spiel. Jetzt hatte auch Max Poulin wieder zu alter Abschlussstärke gefunden und brachte seine Farben binnen weniger Minuten bis auf 39:37 auf Tuchfüllung mit dem HSV. Doch erneut war es Ahmet Coskun, der mit lupenreinen Distanzwürfen die Hanseaten bis zur nächsten Viertelpause auf 47:39 davon eilen ließ. In den ersten Minuten im letzten Durchgang punkteten beide Teams immer wieder nach gut vorgetragenem Angriffsspiel, ehe die 99ers 7 Minuten vor Ende der Partie mit einem 11:2 Lauf bis auf 57:56 herankamen. Nun schienen die Kölner endlich den Hamburger Coskun, der am Ende mit 32 erzielten Punkten zum Topscorer der Partie wurde, im Griff zu haben und ließen ihn durch eine konsequenteren Verteidigung nicht mehr zum Abschluss kommen. Doch die wenigen Chancen die sich dem Ausnahmespieler boten, nutze er mit einer nahezu unheimlichen Präzision und brachte sein Team 3 Minuten vor Ende der nun an Spannung kaum zu überbietenden Begegnung wieder mit 61:56 in Führung. Kölns Kapitän Lars Bergenthal antwortete seinerseits mit 2 Körben in Folge und brachte sein Team mit noch wenigen Sekunden auf der Spieluhr wieder bis auf 61:60 heran. Hamburgs Volker Busch war es vergönnt 6 Sekunden vor Ende der Partie zum 63:60 Endstand zu punkten. Köln vergab leider in dieser Phase die sich bietenden Chancen mit einem 3-Punktewurf den Ausgleich zu erzielen und somit das Spiel in die Verlängerung zu hebeln. Die Enttäuschung war nach diesem Spiel auf Seiten der 99ers sehr groß. Mit noch 3 bevorstehenden Spielen müsste man 6 Punkte holen, um den ersehnten Klassenerhalt zu schaffen. Eine schier unlösbare Aufgabe aber gleichzeitig eben eine minimale Chance, die die Domstädter in jedem Fall ergreifen wollen.
Quelle: Köln 99ers/Frederic Jäntsch

























