27. 05. 2012
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DEG: Köln besiegt Lokalrivalen nach hartem Kampf
6:5 nach Verlängerung, so das Ergebnis der gestrigen DEL-Partie vor fast 13.000 Zuschauern.
Das Spiel, das so hochdramatisch endete, war ein echter Klassiker.
Direktor von Beginn an schenkten sich beide Mannschaften nichts. Den
besseren Start erwischten die Gäste aus der Landeshauptstadt. Bereits
nach vier Minuten lenkte der Mannschaftskapitän der Düsseldorfer
Kreutzer eine Vorlage seines Mannschaftskollgen Tutschek ins Kölner
Tor. Doch Köln war im ersten Drittel ein mindestens gleichwertiger
Gegner und kam bereits eine Minute später durch Melischko zum
Ausgleich. Auch in den folgenden Minuten kam die Heimmannschaft gleich
mehrfach gefährlich vor’s Düsseldorfer Tor. Die größte Chance hatte
Geburtstagskind Piros nach 16 Minuten. Doch der 30-Jährige verpasste
den Ausgleich, als er den Düsseldorfer Keeper eigentlich schon
überwunden hatte. Zuvor hatte Düsseldorfs Torhüter Storr gleich drei
Kölner Großchancen mit gekonnten Paraden vereitelt. Auch Haie-Keeper
Doyle musste sich beweisen, in der 15. Minute rettete er gegen Reid.
Mit einem Powerplay für den KEC begann das zweite Drittel, doch statt
eigener Chancen, schrammten die Haie binnen 60 Sekunden zwei Mal knapp
am Rückstand vorbei. Tutschek und Hedlund scheiterten aber in der 25.
und 26. Minute am herausragenden Doyle. Mit einem gekonnten
Körpereinsatz an der Bande leitete Melischko dann die Kölner Führung
ein. Der daraus resultierende Scheibengewinn im DEG-Drittel brachte
Warriner in Schussposition. Sein Versuch wurde noch geblockt, aber
McLlwain nutzte den Abpraller zum 2:1 (34. Minute). Ohne Umwege gelang
das 3:1: Die Scheibe kullerte Flaake vor die Kelle. Der zögerte keine
Sekunde und schoss den Puck unter die Latte (36.). Das Drittel neigte
sich bereits dem Ende und die Kölner blickten schon auf einen
beruhigenden Vorsprung von zwei Treffern zur Drittelpause. Doch die
Gäste machten mit einem beeindruckenden Schlussspurt die sicher
geglaubte Führung wieder zunichte. Mit einem Doppelschlag kam die DEG
zurück: Ramsay aus dem Gewühl (38. Minute) und Joseph aus kurzer
Distanz (39. Minute) egalisierten die Partie kurz vor der Pausensirene.
Im Schlussdrittel schien den Haien das Spiel, wie schon häufiger in
dieser Spielzeit, aus den Händen zu gleiten: Reid (43. Minute) und
Ramsay (49. Minute) schossen die flinken Düsseldorfer mit 5:3 in
Führung. Der KEC steuerte auf eine Derby-Pleite zu, kam aber umso
beeindruckender zurück. Gezündet wurde die Aufholjagd durch Gogulla,
der durch ein Solo die DEG zu einem Foulspiel zwang. Das fällige
Überzahlspiel nutzte Julien mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse
zum Anschlusstreffer in der 53. Minute. Die Haie rannten an und
erzwangen das nächste Powerplay – diesmal durch Marcel Müller. Und auch
diesmal funktionierte die Überzahl-Formation: Melischko erlöste die
Haie-Fans mit dem Treffer zum 5:5 (58. Minute). Die Verlängerung musste
die Entscheidung bringen. In der dritten Minute gelang McLlwain dann
der 6:5-Siegtreffer.
Köln verbessert sich in der DEL-Tabelle mit diesem Sieg um zwei Plätze
auf Rang neun, Lokalrivale DEG bleibt Fünfter. Es war das 182.
rheinische Derby in der Geschichte der deutschen Eishockey-Liga.
Trainer Beddoes zeigt sich nach dem Spiel begeistert von der Leistung
seiner Mannschaft. „Ein Comeback gegen eine so starke Mannschaft wie
Düsseldorf zu schaffen, spricht für unser Team und den Charakter der
Spieler. Ich bin stolz auf die Leistung der Mannschaft“, gab der junge
Haie-Trainer zu Protokoll.

























