27. 05. 2012
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Kölner Eishockeyclub bezwingt Duisburg nach Verlängerung
Somit können die Haie, selbst bei Niederlagen in den
letzten Partien der regulären Saison rechnerisch nicht mehr vom sechs
Tabellenplatz verdrängt werden. Allerdings hängt von den weiteren
Spielen ab, ob die Haie die Viertelfinalrunde der Play-Offs mit einem
Heimspiel beginnen. Dazu notwendig wäre ein Platz unter den besten vier
Teams der Liga, derzeit rangiert der KEC auf Platz 3. Vor Köln haben
sich schon Tabellenführer Nürnberg sowie Berlin einen Platz in der
Play-Off-Runde gesichert.
Dramatischer Spielverlauf
11.456 Zuschauer wurden Zeuge eines turbulenten und rassigen Spiels mit
einer „last-minute“-Entscheidung. Die Füchse machten vom Start weg
klar, dass sie nicht die Opferrolle des Tabellenschlusslichtes spielen
wollten. Die erste große Chance des Spiels hatten die Gäste in der
Kölnarena nach gerade mal 20 Sekunden, als Alexandrov die Führung knapp
verpasste. Es dauerte elf Minuten, bis der KEC erstmals gefährlich vor
dem Gäste-Tor auftauchte, doch Gogullas Sololauf wurde von Torwart Lang
gestoppt. Bei einem Powerplay erhöhten die Haie den Druck. Die logische
Konsequenz war die 1:0-Führung in der 14. Minute durch Piros. In der
Folge schwächte sich der Favorit jedoch selbst. Nach einem Check von
Marcel Müller wurde der Haie-Stürmer von Schiedsrichter Kadow mit einer
Matchstrafe belegt. Der Referee hatte auf „Check von hinten mit
Verletzungsfolge“ entschieden. Der gefoulte Spieler Hilpert konnte die
Partie im zweiten Drittel fortsetzen. Über Marcel Müllers Strafmaß wird
in den nächsten Tagen entschieden.
Zweites Drittel – Duisburg dreht die Partie
Im zweiten Abschnitt kippte die Partie zugunsten der kampfstarken
Gäste. Tore durch Tkaczuk (24.) und zwei Mal Alexandrov (32. und 36. in
Überzahl) drehten sie die Partie und verwandelten den Rückstand in eine
komfortable 1:3-Führung. Die Haie mussten zudem noch das
verletzungsbedingte Ausscheiden von Hospelt hinnehmen, der im zweiten
Drittel mit Kniebeschwerden aus der Partie genommen wurde. Ohnehin
fehlten bei den Haien wichtige Leistungsträger wie Lüdemann, Dmitriev,
Sturm, Adams und Rudslätt. Der KEC stand plötzlich mit nur noch acht
Stürmern da. So war der Anschlusstreffer in der 40. Minute kurz vor
Ende des zweiten Drittels mehr ein Verlegenheitsschuss, trygg traf von
der blauen Linie zum 2:3.
Ausgleich und Sieg in letzter Minute
Köln drückte in den letzten 20 Minuten auf den Ausgleich, wobei Julien
die beste Gelegenheit vergab, als er am sehr gut aufgelegten
Gästekeeper Lang scheiterte (49.). In die Drangphase des KEC schlug
Duisburg eiskalt im Powerplay zu: VanBallegooie erhöhte auf 4:2 aus
Füchse-Sicht (52.). Für die Haie schien der Abend gelaufen, doch der
KEC stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Pleite – mit
Erfolg. Als viele Fans den Glauben an die Wende schon fast verloren
hatten, erzielte Piros sein zweites Tor des Spiels (58.). Angepeitscht
vom Haie-Anhang warf Köln nun alles nach vorne und als Torwart Robert
Müller vom Eis stürmte und Platz für einen weiteren Feldspieler machte,
verzückte McLlwain die Fans mit dem 4:4 genau 60 Sekunden vor Schluss
(59.). Das Zuspiel hatte Furchner gegeben, der gegen Duisburg insgesamt
drei Beihilfen zusteuerte. Die Partie ging in die Verlängerung, in der
es erneut McLlwain vorbehalten war, nach Steilpass Warriners acht
Sekunden vor Schluss den 5:4-Siegtreffer zu erzielen.
Am Sonntag empfangen die Haie die Hannover Scorpions. Aufgrund der
Live-Übertragung wird die Partie bereits um 14:30 Uhr angepfiffen.

























