27. 05. 2012
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Kölner Haie besiegen Ingolstadt nach Verlängerung
71 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit glichen die Gäste zum
2:2 aus und sorgten so für einen Punktverlust der Kölner Haie.
„Zwei Zähler gewinnen, einen verloren“, lautete das Fazit der Kölner
Verantwortlichen nach dem Spiel. Trotz des Ausgleiches zeigten sich
Trainer und Mannschaft jedoch zufrieden mit dem Spiel und dessen
Verlauf. „Ich bin sehr glücklich für die Mannschaft, dass sie das Eis
als Sieger verlassen hat. Die Jungs arbeiten mit Leidenschaft und
stehen füreinander ein. Der Einsatz war top. Auch wenn uns offensiv
etwas die Durchschlagskraft fehlte, spreche ich der Mannschaft wegen
ihrer großen Moral ein Lob aus“, kommentierte Haie-Coach Rupert Meister
das Spiel nach Abpfiff.
Nach einer kurzen Phase des Abtastens ging der KEC zu Beginn der Partie
vor 10.255 Fans schnell in die Offensive. Die ersten Möglichkeiten
hatten Adams und Julien. Beide lauerten auf Fehlpässe des Gegners,
erliefen die Scheibe und kamen zum Abschluss: Adams zielte zu hoch,
Julien schoss in die Fanghand von Torhüter Waite (jeweils 5. Minute).
Der ERC-Goalie wagte nur eine Minute danach einen Ausflug, den McLlwain
beinahe zur Führung abschließen konnte. Weitere Chancen wurden nicht
verwertet, bis zum ersten Überzahlspiel der Haie. Dann nutzte Lüdemann
eine Schussmöglichkeit aus rund vier Metern zum verdienten 1:0 in der
11. Spielminute aus. Die beste Möglichkeit der Gäste vereitelte
Haie-Keeper Doyle, als er bei Kölner Überzahl einen Alleingang von
Waginger abwehren konnte, 17 Minuten waren da gespielt.
Ingolstadt kam mit Schwung aus der Kabine und verpasste in der 23.
Minute durch Milroy den Ausgleich. Der Panther-Stürmer war es auch, der
drei Minuten später am reaktionsschnellen Doyle scheiterte. Kurz zuvor
verpassten Ullmann und Adams den Ausbau der Haie-Führung. 18 Sekunden
vor der Sirene war es dann aber geschafft: Nach schönem Zuspiel
McLlwains vollendete Ullmann per Rückhandschuss zum 2:0. Die Haie, die
im Sturm neben Johnson und Flaake kurzfristig auch auf Warriner
(Magen-Darm-Erkrankung) verzichten mussten, wurden zu Beginn des
letzten Abschnitts weiter dezimiert, da Marcel Müller wegen einen
Handverletzung ausschied. Die 2:0-Führung hielt allerdings nicht lange:
St. Jacques verkürzte für den ERC bereits in der 42. Spielminute, so
dass die Partie bis zur letzten Sekunden spannend blieb. Die Haie
konnten offensiv kaum noch Akzente setzen, verteidigten aber gekonnt
ihren knappen Vorsprung. Bitter war die Entstehung des Ausgleichs. Die
Haie gerierten in doppelte Unterzahl, überstanden diese zunächst,
mussten dann aber doch, als Ingolstadt den Torhüter vom Eis nahm und so
6 gegen 4 spielen konnte, das 2:2 durch Draxinger hinnehmen. In der
Verlängerung hatten die Haie das bessere Ende für sich. Sie gewannen
den Extrapunkt durch ein „Abstauber“-Tor Rudslätts, der in der 65.
Spielminute in Überzahl den Sieg markierte.
Bereits am morgigen Dienstag haben die Haie ihr nächstes Heimspiel.
Gast in der Lanxessarena sind dann die Hamburg Freezers, Anpfiff ist um
19.30 Uhr.

























