27. 05. 2012
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Kölner Haie: Pavlov geht, Stewart kommt
Bill Stewart ist neuer Cheftrainer beim DEL-Bundesligisten Kölner Eishockey-Club KEC. Igor Pavlov, der bislang das Training der Kölner Eishockeyprofis geleitet hat, wurde am gestrigen Dienstag mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Die Haie wollen damit auf die sportliche Krise des Vereins reagieren. In den vergangenen 13 Spielen gab es sage und schreibe elf Niederlagen. Dabei begann das Team die Saison durchaus verheißungsvoll. Sogar ein Sieg gegen den Erzrivalen aus der Landeshauptstadt konnte sich das Team erspielen. Doch die Hoffnungen auf ein besseres Abschneiden wie in der Vorsaison, wo die Haie als Vizemeister die Saison beendeten, wurden zuletzt immer wieder enttäuscht. Mittelstarke Gegner wurden aufgebaut. Zuletzt agierten die Haie geradezu fahrlässig, als sie vor heimischer Kulisse innerhalb der zweiten Hälfte des Schlussdrittels gegen Hannover den sicher geglaubten Sieg noch abgeben mussten.
Am gestrigen Dienstag präsentierten die Vereinsverantwortlichen mit Bill Stewart gleich den Nachfolger von Pavlov. Neuer Co-Trainer der Haie ist Niklas Sundblad. Auch die sportliche Leitung der Profiabteilung liegt nicht mehr in der Hand von Rodion Pauels, sondern wird ab sofort kommissarisch von Stewart mitübernommen. Udo Kießling wird zudem als Berater eines nicht genannten Investors den Verein unterstützen. "Durch die Entwicklung in den letzten Wochen sahen wir unsere Saisonziele in Gefahr, so dass wir gemeinsam mit den KEC-Eignern diese Entscheidung getroffen haben", erklärte Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin in einer offiziellen Stellungnahme. Zumindest die Entbindung von Sportmanager Pauels ist jedoch kein wirklich harter Schnitt. Pauels wird dem Verein in geänderter Funktion zur Verfügung stehen, bestätigte die Vereinsführung. Pauels arbeitet seit 1973 bei den Haien und hat maßgeblichen Anteil an der "konzeptionellen Ausrichtung der Organisation", hieß es dazu. Die Investoren der Haie, vertreten durch Heinz Hermann Göttsch und Ralf Pape, sprachen jedoch der Vereinsführung weiterhin das Vertrauen aus.

























