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27. 05. 2012
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Kölner Haie siegen in Straubing


03.10.2010 20:43 von:

Schlagwörter: Köln,Kölner Haie,Auswärtspartie,DEL,2010,Straubing Tigers,Verlängerung,Sieg,Verl

Mit 4:3 nach Verlängerung haben die Kölner Haie beim Liga-Konkurrenten Straubing mit einem Auswärtssieg wichtige Punkte gegen den Abstieg in der laufenden DEL-Saison erzielt. Nach einem wahren Krimi setzte sich das Team von Chettrainer Bill Stewart aber erst nach Ablauf der 60 Minuten Spielzeit durch. Im Verlauf des Spiels zeigten die Gäste aus der Domstadt eine starke Mannschaftsleistung und Moral. Sie holten einen zwischenzeitlichen Zwei-Punkte-Rückstand auf. Allerdings müssen die Haie in den kommenden Wochen auf ihren Leistungsträger Mirko Lüdemann verzichten, der sich im Spiel eine Verletzung zuzog. Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Karl Stewart erzielte in der zehnten Minute den Führungstreffer für die Gastgeber, aber Norman Hauners schaffte für die Gäste noch im ersten Drittel den Ausgleich. In der 18. Minute hatte sein Kollege Johan Akerman sich mit einem Alleingang und einem schönen Zuspiel in Szene gesetzt. Aber die Freude der Haie währte nur kurz. Bereits 21 Sekunden nach dem ersten Kölner Torjubel schaffte Justin Mapletoft die erneute Führung für die Straubinger Tiger.

Und auch im zweiten Drittel hatten die Straubinger zunächst den besseren Start. Bereits in der 22. Minute erhöhte erneut Stewart zur 3:1-Führung. In der Folge wurde das Spiel deutlich ruppiger. Vorläufiger Höhepunkt dieser Nicklichkeiten war ein Stockschlag von Billy Trews und die sich daran anschließende Massenschlägerei zwischen Spielern beider Teams. Gleich vier Spieler – drei aus der Straubinger Mannschaft – wurden vom Schiedsrichtergespann mit Disziplinarstrafen vorzeitig vom Feld geschickt. Die anschließende Unterzahl nutzten die Haie cool aus. Mit dem 2:3-Anschlusstreffer durch Akerman kamen die Haie in der 23. Minute wieder heran. Jason Jaspers gelang in der 32. Minute sogar der 3:3-Ausgleich. Und erneut gab es Handgreiflichkeiten auf dem Feld. Straubings Torhüter Eric Meloche sah sich nach dem Check eines Kölner Spielers offenbar ungerecht behandelt und initiierte eine weitere Schlägerei. Zwischenzeitlich mischte auch das aufgebrachte Publikum mit und schmiss Gegenstände auf die Spielfläche. Die Schiedsrichter mussten die Partie für mehrere Minuten unterbrechen. Die Kölner blieben in den letzten Minuten des Mitteldrittels das gefährlichere Team. Ivan Ciernik (38.) und Ryan Ramsay (40.) scheiterten knapp.

Im Schlussdrittel wurde es dann noch dramatischer. In der 41. Minute wurde Kölns Lüdemann dann so hart gecheckt, dass er bewusstlos auf der Eisfläche liegen blieb. Der Kölner Eishockey-Profi wurde in ein Krankenhaus gefahren, eine genaue Diagnose steht derzeit noch aus. Trotz des intensiv geführten Spiels fielen im schlussdrittel keine weitere Tore mehr, so dass die Nachspielzeit eine Entscheidung herbeiführen musste. In der vierten Minute der "overtime" war es dann erneut Jaspers, der mit dem 4:3 die Entscheidung herbeiführte. "Wir haben heute sehr intensiv und mit viel Emotionen gespielt. Unsere Überzahl war heute sehr stark. Ich mag, was ich heute gesehen habe. Wir haben einen Weg zum Erfolg gefunden. Wir waren klug und diszipliniert", erklärte Bill Stewart sagte nach dem Sieg. Aufgrund eines weiteren Sieges von Tabellenkonkurrent Iserlohn sind die Haie trotzdem am Tabellenende. Am kommenden Dienstag spielen die Haie in der lanxess arena gegen die Eisbären aus Berlin, Anpfiff ist um 19.30 Uhr.







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