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27. 05. 2012
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Kölner Haie: Solidaritätswelle ist angelaufen


27.02.2010 17:05 von:

Schlagwörter: Köln,Solidarität,Eishockeyclub,Haie,Insolvenz,Roters,Eichin,Krisengespräch,Rettu

Auch die Stadt Köln und ihre erster Bürger haben sich für die Rettung des finanziell angeschlagenen Eishockey-Bundesligisten Kölner Haie stark gemacht. Neben dem Kölner Stadtoberhaupt, der auf einer Krisensitzung am gestrigen Freitag seine Zusage präzisierte, den Club nach besten Kräften zu unterstützen, haben auch zahlreiche andere Vereine und Unternehmen aus der Domstadt und jenseits der Stadtgrenzen konkrete Hilfen angekündigt. Der Verein hatte in dieser Woche gemeldet, dass ihm rund 500.000 Euro fehlen, um den Spielbetrieb bis zum Ende der aktuellen Spielzeit sicherzustellen. "Wir wollen den Spielbetrieb sichern und langfristig die Gesundung des Vereins erreichen", stellte Oberbürgermeister Roters klar. Auch Kölns Wirtschaftsdezernent und Stadtkämmerer Dr. Norbert Walter-Borjans unterstützt dieses Ziel. "Das war ein ganz wichtiges und sehr, sehr positives Gespräch. Als Geschäftsführer war es für mich heute entscheidend zu sehen, ob ein Potential für die Haie geschaffen werden kann und ob die Stadt dahinter steht, den Eishockey-Standort Köln zu sichern", erklärte Haie-Geschäftsführer Thomas Eichin nach der Unterredung.

Eine direkte Unterstützung der Stadt Köln hatte Roters zwar ausgeschlossen. Aber über die eigenen Netzwerke und guten Kontakte in die Spitzen namhafter Kölner Unternehmen sei es gelungen, kurzfristig zusätzliche Liquidität sicherzustellen. Einige Zeitungen titelten bereits, dass die Rettung der Haie als sicher gilt. Eichin zeigte sich dabei zuversichtlich dank der vielen Hilfsaktionen und –zusagen, das Fortbestehen des Vereins und seiner Profiabteilung in der Deutschen Eishockey-Liga auch wirklich sicherzustellen. "Die mit großem Engagement initiierte Rettungsaktion durch den Verkauf von T-Shirts sei schon auf ein breites Echo gestoßen und ein Teil der kurzfristigen Rettungsstrategie: "In einem zweiten Schritt werden wir die Haie aber auch unterstützen, dass der Traditionsclub längerfristig auf wirtschaftlich gesunden Füßen steht. Hier wäre eventuell zu überlegen, die Nachwuchsarbeit umzustrukturieren", so Eichin weiter. "Ich habe in den vergangenen Tagen schon zahlreiche Gespräche mit möglichen Geldgebern geführt. Und da ging es nicht um Unterstützungsunterschriften, sondern um Geld. Auch heute klingelte schon mehrfach deswegen bei mir das Telefon. Es gibt also gute Signale", führte auch Kölns Wirtschaftsdezernent Walter-Borjans aus.

Zu den ersten Unternehmen, die dem Verein ihre Unterstützung zugesagt haben, gehört die Kölner Brauerei Gilden Kölsch. Neben einem spontanen "Sofortzuschuss" in Höhe von 15.000 Euro will die Brauerei außerdem auch zukünftig einen Teil der Verkaufserlöse an den Verein weiterleiten. Für jeden verkauften Kasten des obergärigen Gerstensaftes sollen dem Verein weitere zehn Cents überwiesen werden, kündigten die Verantwortlichen an. "Jede Kiste für die Haie!", so der Name der ebenfalls kurzfristig einberufenen Unterstützungsaktion. "Doch es kann noch viel mehr werden – wenn die Fans mitmachen", so die Hoffnung von Gilden-Marketingleiter Uwe Helmich. Am kommenden Samstag (6. März 2010) findet außerdem in der Party-Location "Wiener Steffi" eine Benefizveranstaltung zugunsten der Haie statt. Sämtliche Einnahmen des Abends sollen ebenfalls auf das Konto des Eishockeyclubs fließen, hieß es aus der Geschäftsführung des Betreibers. Der Eintritt zu dieser Party kostet 20 Euro, bis Mitternacht sind Kölsch und alkoholfreie Softdrinks im Eintrittspreis enthalten. Selbst die beiden Künstler "Die Filue", "Libero5 " und "Tim Toupet" wollen zugunsten der Haie auf ihre Gagen für den Abend verzichten, hieß es dazu weiter. Der Vorverkauf für die Party beginnt am kommenden Dienstag (2. März 2010). Schließlich wird auch das Leichtathletik-Team der Deutschen Sporthochschule (DSHS) die Haie unterstützen. "Der KEC und das Leichtathletik-Team sind seit vielen Jahren partnerschaftlich verbunden und es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir ein Zeichen der Solidarität setzen", so deren Vizepräsident Eckhard Rohde. Für seine Hallensportfeste hat der Verein 100 T-Shirts mit der Aufschrift "Rettet die Haie!" geordert. Die können auch auf der Internetseite der Haie sowie auf einer eigens dafür eingerichteten Kampagnenseite der Haie bestellt werden, der Preis pro Stück liegt bei 15 Euro. Am gestrigen Freitagabend stand der Kontostand der Rettungsaktion bereits bei rund 29.000 Euro.

Weitere Informationen zur Rettungsaktion des Kölner Eishockey-Clubs finden Sie auch im Internet unter: www.rettet-den-kec.de.







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