27. 05. 2012
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Kölner Haie verlieren nach Verlängerung
Mit 3:4 nach Verlängerung haben die Kölner Haie am gestrigen Freitagabend in Wolfsburg ihre erste Partie an diesem Wochenende zwar verloren, dabei aber einen Punkt aus der Eisarena der Grizzly Adams entführt. Beide Mannschaften begannen flott, auch wenn es zunächst nur wenig Torszenen gab. Das änderte sich durch den Ex-Hai Sebastian Furchner. Zwei Mal marschierte er nahezu ungehindert alleine auf Haie-Goalie Lars Weibel zu (5. und 11. Spielminute), doch beide Male spielte der Schweizer seine Stärke beim Duell Eins-gegen-Eins aus. Köln zeigte im ersten Drittel eine solide Partie und kam sogar selbst zu gefährlichen Vorstößen. Martin Bartek und Daniel Rudslätt vergaben jedoch ihre Möglichkeiten. In einem Powerplay-Spiel der Haie erzielte Jason Jaspers in der 14. Minute dann sogar den 0:1-Führungstreffer. Sein Schuss aus halbrechter Position rutschte dem Grizzly Adams-Goalie Jochen Reimer unter den Handschuhen durch. Drei Minuten später hätte die Gastgeber fast den Ausgleich erzielt, aber der Schuss von Blake Sloan blieb in der Haie-Abwehr hängen und so ging es mit einer knappen Führung in die erste Pause.
Sehr kurzweilig war Abschnitt zwei. Beide Mannschaften zogen das Tempo an, Wolfsburg erhöhte den Druck deutlich: Ken Magowan schaffte den Ausgleich (24. Minute). Die Haie hatten Mühe, sich zu befreien. Weibel rettete mehrfach spektakulär. Als das 2:1 nur noch eine Frage der Zeit schien, fiel das 1:2 – und das war kurios: Hauner setzte sich auf dem rechten Flügel durch, suchte trotz ungünstigem Winkel den Abschluss. Torwart Reimer schien die Aktion des 17jährigen nicht ganz ernst zu nehmen. Er ließ sowohl den ersten Versuch Hauners als auch den Nachschuss prallen. Diese Einladung wollte der Haie-Stürmer nicht ausschlagen. Er drückte den Puck schließlich über die Linie (31.). Wolfsburg antwortete mit wütenden Angriffen, scheiterte aber immer wieder am überragenden Weibel. Als alles auf eine Kölner Pausenführung hindeutete, waren die Haie unaufmerksam. 36 Sekunden vor der Sirene nutzte John Laliberte einen Konter zum 2:2.
Kurz nach Wiederbeginn schaffte Höhenleitner die erste Führung für die Niedersachsen (42. Minute) in diesem Spiel. Lange sah es so aus, als ob er sich nach dem Spiel als Siegtor-Schütze feiern lassen könnte, denn der KEC brachte offensiv kaum noch was zustande. Wolfsburg war laufstark und taktisch sehr diszipliniert. Weibel hielt den KEC im Rennen – und das sollte sich lohnen. Aus einer der ganz wenigen KEC-Möglichkeiten machte Bartek das 3:3 (59.).In der Verlängerung sorgte ein umstrittener Treffer für die Entscheidung. Bei Sarnos Schuss schien Weibel deutlich behindert worden zu sein. Schiedsrichter Oswald gab den Treffer nach Studium des Videobeweises (63. Minute). Am Sonntag haben die Haie spielfrei, in einer Woche steigt das Derby in Düsseldorf.

























