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27. 05. 2012
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Rheinisches Derby im Eishockey vor fast ausverkauftem Haus


06.03.2010 11:32 von:

Schlagwörter: Köln,Haie,lanxess arena,DEG,Düsseldorf,Heimniederlage

18.523 Zuschauer sahen am gestrigen Freitagabend eine hochdramatische Partie in der lanxess arena. Allerdings hatte der Gast aus der Landeshauptstadt Düsseldorf am Ende mit 3:4 das bessere Ende für sich. Die Kölner Haie, die derzeit auf einer wahren Welle der Solidarität schwimmt, zeigten nicht ihr schlechtestes Spiel, mussten sich jedoch einem starken Gegner beugen. Begeistert zeigte sich nach dem Spiel Haie-Chefcoach Bill Stewart vor allem von der Atmosphäre in der Eissporthalle. "Das war kein Spiel, das war ein Event", so Stewart nach dem 187. rheinischen Derby. Die Partie startete dabei mit einem torlosen ersten Drittel. Zwar hatten beide Mannschaften gute Torchancen, konnten daraus aber nichts Zählbares machen. Das Spiel war in dieser Anfangsphase auch von vielen Zwei-Minuten-Strafen, Kölns Verteidiger Stephane Julien erhielt sogar eine Spieldauerstrafe, nachdem er seinen Gegner mit einem Stockschlag verletzt hatte. Die Haie überstanden allerdings auch 105 Sekunden bei zweifacher Unterzahl.

Im zweiten Drittel erzielte dann Haie-Spieler Martin Bartek den ersten Treffer der Partie. Die Haie nutzten in der 24. Minute ein Überzahlspiel. Doch die DEG wirkte wenig geschockt. In einer Drangphase der Düsseldorfer gelang Adam Courchaine bereits in der 31. Minute der Ausgleich. Nach gutem Zuspiel von Dusan Frosch gelang dem Slowaken im Haie-Dress aber kurz vor der letzten Pause die erneute Führung für die Haie, nachdem er kurz zuvor nur den Pfosten des DEG-Tores traf. Im Schlussdrittel entschieden die Gäste der DEG das Spiel aber in gerade einmal 16 Sekunden. Daniel Kreutzer erzielte für sein Team in der 46. und 47. Minute gleich zwei Treffer und brachte die Gäste erstmals in Führung. Zwar traf auch Ivan Ciernik noch zum 3:3-Ausgleich in der 53. Minute. Aber Evan Kaufmann machte in der 55. Minute alles klar, als er die erneute Führung für die DEG erzielte. Der Sieg der Düsseldorfer hätte noch höher ausfallen können, aber Kölns Goalie Lars Weibel entschärfte kurz danach noch einen Penalty von Courchaine. Ausgerechnet in der Schlussminute schwächten sich die Haie selbst, als sie die letzten Minuten in Unterzahl gegen die Niederlage ankämpfen mussten.

"Wir haben in den letzten Spielen bewiesen, dass wir mit den Top-Teams der Liga wie Wolfsburg, Berlin und Düsseldorf mithalten können. Doch zwischen Erfolg und Versagen ist es ein schmaler Grat. Es kommt darauf an, wie man ins Spiel geht. Da bin ich nicht mit allen Spielern zufrieden", so Stewart nach der Partie. Dabei sieht der Cheftrainer seine Spieler in der Pflicht. In den vergangenen Tagen verkauften der finanziell angeschlagene Verein 9000 so genannte "Retter-T-Shirts". Auch von anderer Seite gab es finanzielle Zusagen, so dass die Fortsetzung des Spielbetriebs bis zum Saisonende immer wahrscheinlicher ist. Den Verein drückt jedoch noch eine Schuldenlast in Millionenhöhe. Zumindest die gestrige Partie dürfte den Finanzverantwortlichen gefallen haben. Nur selten war die lanxess arena so gut gefüllt wie in dem rheinischen Derby. Die nächste Partie steht am morgigen Sonntag gegen die Kussel Huskies an. Am kommenden Dienstagabend ab 19:30 Uhr spielen die Haie dann wieder vor heimischer Kulisse gegen den ERC Ingolstadt.







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