27. 05. 2012
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1. FC Köln – Bayer Leverkusen endet mit torlosem Unentschieden
Etwas mehr als 30.000 Zuschauer sahen in der BayArena eine eher mittelmäßige Partie zwischen dem Tabellenführenden Bayer Leverkusen und dem Tabellen 14. 1. FC Köln. Gegen die geschickt verteidigenden Kölnerr gelangen den Gastgebern nur wenige gute Chancen. Zumindest die Abwehr der Gäste aus der Domstadt – Prunkstück der wenig erfreulichen Hinrunde – hielt dem Leverkusener Sturm am heutigen Tag stand. Die erste gefährliche Szene hatten sogar die Kölner, Leverkusens Torwart Rene Adler muss vor dem heranstürmenden Lukas Podolski in der 5. Minute klären. Allerdings war die Anfangsphase eher ereignisarm. Leverkusen hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte das aber nicht in wirklich gefährliche Torszenen umsetzen. Nach einer Viertelstunde erhöhten die Gastgeber dann den Druck auf die Kölner Hintermannschaft, die zuletzt bei ihrem Heimspiel gegen den VFB Stuttgart einen schwarzen Tag erlebte. Die erste Leverkusener Torszene hatte Top-Torjäger Stefan Kießling, sein Schuss aus 16 Metern ging aber knapp am Kölner Tor vorbei. In der 33. Minute hatten dann die Kölner die nächste Torchance. Nach einem langen Ball von Schorch auf Freis setzt sich der Kölner Stürmer gegen zwei Abwehrspieler durch. Aber seinen Schuss konnte Adler parieren. Ohne weitere Torchancen ging es dann in die Halbzeitpause.
Auch in Halbzeit zwei wirkten die Leverkusener zunächst merkwürdig gehemmt. Selbst Routinier Samy Hyypiä ließ sich von der Unsicherheit seiner Mitspieler anstecken. Allerdings war auch der Gegner aus der Millionenstadt am Rhein alles andere als gefährlich. In der 54. Minute sahen die Zuschauer die erste Großchance für die Gastgeber, Renato Augusto konnte sich gegen die Kölner Abwehr durchsetzen. FC-Keeper Mondragon war aber zur Stelle und parierte den Schuss des Leverkusener Offensivspielers. Drei Minuten später gerieten Novakovic und Vidal aneinander und erhielten beide die gelbe Karte. Leverkusen blieb das bessere Team, Chancen waren aber auch in der Folge eher Mangelware. Zwar erspielten sich die Gastgeber nach einer Stunde ein zunehmendes Übergewicht, nur vor dem Strafraum der Kölner fehlte es dem Tabellenführer an der notwendigen Präzision. Die Kölner Abwehr geriet zunehmend unter Druck. Geromel musste in der 72. Minute alles riskieren, um gegen Reinartz zu retten. Auch der zur Pause eingewechselte Renato Augusto machte auf der rechten Angriffsseite der Leverkusener ordentlich Druck. Aber das Abwehrbollwerk der Geißböcke hielt den Angriffen in dieser Phase stand. In der 76. Minute verfehlte ein Schuss von Renato Augusto aus spitzem Winkel nur knapp das Kölner Tor. Direkt danach hatten auch die Kölner eine Konterchance, aber Vidal hatte aufgepasst. In der 79. Minute hatte dann Toni Kroos mit einem Freistoß das 1:0 auf dem Fuß, sein Ball aber verpasste den Kasten der Geißböcke knapp. In der Schlussphase fehlte den Gastgebern dann die Linie gegen die tapfer verteidigenden Gäste aus Köln. Nach drei Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Kircher dann ab.
Während sich die Kölner Profis tapfer schlugen, ließen einige der angereisten Kölner Fans sportliches Verhalten vermissen. Erst beleidigten sie in ihren Sprechgesängen den Leverkusener Sportdirektor Rudi Völler, in der Schlussphase versuchten sie, den Eckstoß von Toni Kroos durch das Bewerfen mit Gegenständen zu stören. Das könnte ein Nachspiel haben.
Am kommenden Samstag findet in der Kölner Fußball-Arena das Heimspiel der Geißböcke gegen den FC Bayern München statt. Der Rekordmeister spielt erst am morgigen Sonntag zu Hause gegen den Hamburger SV. Köln bleibt mit 26 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz.

























