27. 05. 2012
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1. FC Köln: Es fehlten vier Minuten zum Unentschieden
Auch in Köln hat die Bundesliga-Rückrunde begonnen. Etwas unglücklich verlor das Team von Trainer Svonimir Soldo durch einen Treffer von Kevin Großkreutz in der Nachspielzeit. Dabei hatten die Geißböcke in der zweiten Halbzeit zunächst einen Zwei-Tore-Rückstand aus der ersten Halbzeit ausgleichen können. Aber am Ende reichte es nicht ganz. Dennoch sahen die 50.000 Zuschauer im ausverkauften RheinEnergie-Stadion eine bisweilen hochklassige und zum Ende hin hochdramatische Bundesligapartie. Angesichts des tiefen Bodens – bis zum Mittag hatte es erst heftig geschneit und dann geregnet – war das echte Werbung für den Fußball.
Nach einer recht zerfahrenen Anfangsphase hatten die Dortmunder zunächst mehr Spielanteile. Aber Köln stand tief in der eigenen Hälfte und verteidigte sicher. Auffälligste Szene dieser Anfangsphase war die zerrissene Hose des Kölners Kevin McKenna. Weil die Textilie den harten Anforderungen eines winterlichen Bundesligaspiels nicht gewachsen war, musste sie gewechselt werden. In der 19. Minute kamen dann die Kölner erstmals gefährlich vor das Tor ihrer Gegner. Nach Vorarbeit von Brecko kommt der Ball in Richtung Novakovic. Aber Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller ist schneller am Ball, allerdings muss er nach dem Zusammenprall mit dem Kölner Mittelstürmer behandelt und durch Ersatzkeeper Marc Ziegler ersetzt werden. Die erste Bewährungsprobe folgte prompt. In der 24. Minute musste der neue einen Distanzschuss von Maniche entschärfen – Glanzparade.
Mitten in die starke Phase der Kölner dann der Schock. Mats Hummels erzielt in der 28. Minute nach einer Ecke mit anschließender Kopfballverlängerung zur 1:0-Führung. Torwart Mondragon machte dabei nicht die beste Figur. Aber Köln zeigte sich alles andere als geschockt. Adil Chihi hat nach einer halben Stunde sogar die Riesenchance auf den Ausgleich, bringt den Ball aus fünf Meter aber nicht im Tor unter. Im direkten Gegenzug scheitert Barrios an Mondragon, auch dies eine Großchance. In der 37. Minute scheiterte Chih erneut mit einem gut platzierten Distanzschuss am starken Ersatztormann der Dortmunder. Der taucht und hält den Ball sicher fest. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit legte das ohnehin schon schnelle und gute Spiel nochmal zu. Zunächst hatte Novakovic erneut die Chance zum Ausgleich, seine Volleyabnahme einer Flanke von Chihi ging aber knapp am Tor vorbei. Dafür dürften sich kurz vor dem Abpfiff die Gäste über den zweiten Treffer von Mats Hummels freuen. Nachdem Lukas Podolski für sein Foul an Owomoyela eine Gelbe Karte erhielt, schnappte sich Sahin den Ball. Sein Freistoß passte genau für Hummels, der den Ball aus fünf Metern einschieben konnte. Auch hier machte der Kölner Keeper nicht die allerbeste Figur. So ging es in die Halbzeit. Schiedsrichter
Die erste bemerkenswerte Szene der zweiten Halbzeit war eine strittige Situation in der 55. Minute. Im Kölner Strafraum beharkten sich Kölns Verteidiger Mohammad und Dortmunds Valdez. Schiedsrichter Meier ließ jedoch weiterspielen. In dieser Phase waren die Kölner zwar bemüht, aber weitgehend harmlos gegen eine konzentriert spielende Dortmunder Abwehr. Dann erspielten sich die Gäste die gefährlicheren Szenen heraus, bedingt auch durch eine insgesamt wackelig wirkende Kölner Abwehr. Nach einer Stunde war dann Schluss für Nationalstürmer Lukas Podolski, er wurde gegen Sebastian Freis ausgewechselt. Nach einer Stunde Spielzeit verflachte die Partie zusehends. Köln konnte und Dortmund musste nicht mehr zulegen. Erst in der 74. Minute gab es nach zwei Auswechslungen der Kölner wieder Sehenswertes vor dem Dortmunder Tor. Aber der Kopfball von Freis wird von Ziegler mit einer tollen Parade zur Ecke gelenkt. Eine Minute später sorgte Barrios für Gefahr vor dem Kölner Tor, sein Schuss verpasste das Gehäuse aber knapp. In der 79. Minute hatte der eingewechselte Fabrice Ehret die Riesenchance zum Anschlusstreffer, scheiterte aber freistehend an Ziegler. Drei Minuten später keimte Hoffnung auf. Kevin McKenna erzielte mit einem Kopfball nach Freistoß von Womé das 1:2. Und die wurde zunächst auch erfüllt. In der 88. Minute traf Mohammad zum Ausgleich für die Hausherren. Der Kölner Verteidiger nutzte einen Fehler des kurz zuvor eingewechselten Fabian Götze eiskalt zum 2:2 aus. Aber das war noch nicht das Ende vom Spiel. In der ersten Minute der Nachspielzeit verwandelte Kevin Großkreutz zur erneuten 3:2-Führung. Auch zum Schluss ließ Schiedsrichter Meier wieder fünf Minuten nachspielen.
Köln ist nach der Heimniederlage wieder mitten drin im Abstiegskampf. Mit 18 Punkte haben die Geißböcke gerade einmal einen Punkt Abstand zum 16. Tabellenplatz.

























