27. 05. 2012
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1. FC Köln feiert Kantersieg in Leverkusen
Mit einem fulminanten 4:1-Auswärtserfolg hat der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln in Leverkusen einen wichtigen Sieg und weiteren Abstand zu den Abstiegsplätzen in der noch jungen Bundesligasaison erringen können. Die Köln waren dabei von Beginn an konzentriert bei der Sache. Schon nach fünf Minuten zählten die Statistiker zwei gute Szenen der Kölner Gäste. Erst in der zwölften Minute kam auch Leverkusen zu seiner ersten Chance. Nach etwa einer Viertelstunde bekamen die Gastgeber das Spiel etwas besser in den Griff. In der Folge hatten die Gastgeber mehr vom Spiel und folgerichtig auch mehr Torszenen. Die Schüsse auf den Kasten von Köln genesenem Keeper Michael Rensing waren aber in der Masse zu unplatziert, um wirklich gefährlich zu werden. Nach einer halben Stunde wurde die Partie auch deutlich giftiger, ohne allerdings zunächst an spielerischer Klasse zu gewinnen. In der 33. Minute hatten die Gastgeber dann die Riesenchance zur Führung, aber Derdiyok gelang das Kunststück, den Ball wenige Meter vor dem freien Tor nach einer scharfen Hereingabe von Hanno Balitsch über das Tor zu befördern. In der 39. Minute musste Rensing dann vor dem heranstürmenden Derdiyok aus seinem Kasten kommen, um die Situation zu entschärfen. Als alle Beteiligten sich innerlich schon auf ein torloses Unentschieden zur Pause eingestellt hatten, gingen die Kölner in Führung. Milivoje Novakovic verarbeitete eine starke Vorarbeit seines Offensivkollegen Lukas Podolski zur etwas schmeichelhaften Pausenführung.
Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag für die Gäste. Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Nationalspieler Lukas Podolski nach einem schönen Doppelpass mit seinem Sturmkollegen auf das vorentscheidende 2:0. Bayer-Coach Robin Dutt reagierte mit einem Doppelwechsel auf die neue Situation, doch das zeigte zunächst wenig Wirkung. In der 54. Minute erhöhte erneut Podolski sogar auf 3:0 für die Gäste. Wieder ging dem Tor eine Zusammenarbeit der beiden Offensivspieler im Sturm der Kölner voraus. Der 16-Meter-Schuss des Publikumslieblings war zudem durchaus sehenswert. Zwar gab sich Leverkusen keineswegs geschlagen und kam bereits drei Minuten nach dem dritten Kölner Treffer wieder zu einer eigenen Chance. Balitsch vergab jedoch aus spitzem Winkel. Doch eine wirkliche Gegenreaktion ließen die Kölner Abwehrkräfte nicht zu. Stattdessen waren die Gäste – obwohl mit weniger Ballbesitz - das deutlich gefährlichere Team. Jajalo traf in der 68. Minute den Pfosten, stand allerdings auch im Abseits. Zwei Minuten später schöpften die Gastgeber wieder Hoffnung. Nach einem Kopfaufsetzer, den Rensing noch zur Ecke abwehren konnte, staubte in der 70. Minute Simon Rolfes nach einem gefährlichen Eckball der Leverkusener zum Anschlusstreffer ab.
Die Kölner Bundesligaprofis scheinen am sechsten Spieltag endlich auch in der Abwehr stabiler zu werden. Trotz des Anschlusstreffers stand die Kölner Defensive auch in der Folge sicher und ließ wenig zu. Eine Viertelstunde vor Schluss zogen sich die Kölner allerdings zunehmend in die eigene Hälfte zurück und konzentrierten sich auf die Verteidigung der Führung. Allerdings kamen die Gäste in der Schlussphase immer wieder gefällig vor den Leverkusener Kasten. Mehrere Konter blieben jedoch an der vielbeinigen Leverkusener Abwehr hängen. Kurz vor dem Ende musste auch noch Kölns Abwehrchef Geromel verletzungsbedingt aus dem Spiel genommen werden. Weil Kölns Cheftrainer Stale Solbakken aber bereits drei Spieler ausgewechselt hatte, mussten die Gäste die letzten fünf Minuten des Spiels in Unterzahl überstehen. Doch das schafften die Geißböcke mit Bravour. Erst flog Leverkusens André Schirrle nach einem derben Foul vom Platz. In der 94. Minute erhöhte dann Mato Jajalo sogar noch auf 4:1 mit einem schönen Lupfer. Die Vorarbeit leisteten auch hier wieder Podolski und Novakovic.
Köln verbessert sich auf Rang 13. mit nunmehr sieben Zählern haben die Geißböcke immerhin vier Punkte Vorsprung zum Relegationsplatz. Gegner Leverkusen rutscht mit weiterhin zehn Punkten auf den sechsten Rang ab. Köln spielt am kommenden Sonntag vor heimischer Kulisse gegen Hoffenheim.

























