27. 05. 2012
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1. FC Köln: Geißböcke verlieren Heimspiel gegen Dortmund
Ausgerechnet der Ex-Kölner Florian Kringe, der in der letzten
Bundesligasaison des 1. FC Köln noch das rot-weiße Trikot trug,
erzielte nach exakt einer Stunde das „Goldene Tor“ und schickte die
Kölner damit auf die Verliererstraße.
Nach zuletzt starken Mannschaftsleistungen war die Mannschaft von
Trainer Christoph Daum fast über die gesamte Partie chancenlos gegen
eine starke Borussia-Mannschaft. Die setzte die Kölner gleich zu Beginn
der Partie unter Druck, die erste Torchance nach drei Minuten – ein
Kopfball von Mats Hummels – war noch relativ ungefährlich. Aber Köln
kam nicht richtig ins Spiel und so waren es die Gäste aus dem
Ruhrgebiet, die im ausverkauften RheinEnergie-Stadion den Ton angaben.
Die größte Chance des ersten Durchgangs resultierte aus einem
Torwartfehler der Kölner. Mondragon ließ einen Schuss von Nelson Valdez
abprallen, doch der Nachschuss des Dortmunder Stürmers prallte gegen
den Pfosten.
In der zweiten Halbzeit konnte die Heimmannschaft das Spiel etwas
ausgeglichener gestalten. Gleich zu Beginn des Spieldurchgangs
verfehlte ein Schuss von Petit nur knapp das Dortmunder Gehäuse, kurz
danach vergab Novakovic aus aussichtsreicher Position. Doch dann kamen
die Dortmunder wieder gefährlich vors Kölner Tor. Zunächst traf der
schon genannte Ex-Kölner mit einem Kopfball die Latte, ehe er kurze
Zeit später mit einem gekonnten Rechtsschuss den Führungstreffer
markierte. Die weiteren Kölner Bemühungen, wenigstens zum Ausgleich
gegen ein starkes Gästeteam zu kommen, erstickten im Keim.
Während der Ex-Kölner sich feiern ließ, musste ein Ex-Dortmunder eine
bittere, wenn auch verdient Niederlage hinnehmen. FC-Manager Michael
Meier, langjähriger Verantwortlicher beim heutigen Gast aus dem
Ruhrgebiet, hätte mit einem Sieg seines Teams seinen ehemaligen
Arbeitgeber überholen können. Doch die Borussen, die zuvor in vier
Spielen nicht als Verlierer vom Platz gingen, waren einfach die bessere
Mannschaft. Nach dem mageren Unentschieden zu Hause gegen Hertha BSC
hat die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp nun 17 Punkte auf und rückt
auf Rang 7 vor. Köln bleibt Elfter mit weiterhin 13 Punkten und
inzwischen fünf Niederlagen. Am kommenden Wochenende aber dürfen die
FC-Fans hoffen. Für den VFB Stuttgart, der ausgerechnet am elften
Spieltag gegen das Daum-Team antreten muss, ist Köln so etwas wie ein
Angstgegner. Seit dem 8. September 1996 konnten die Schwaben gegen die
Kölner kein Heimspiel mehr gewinnen. Damals unterlag der 1. FC dem VFB
und seinem „Magischen Dreiecks“ (Balakov, Bobic, Elber) mit 0:4. Und
die „Elf“ ist bekanntlich eine „Kölner Zahl“.

























