27. 05. 2012
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1. FC Köln holt glückliches Unentschieden
Knapp 50.000 Zuschauer im seit Wochen ausverkauften
RheinEnergie-Stadion sahen ein packendes und temporeiches Derby, in dem
die Kölner das glückliche Ende für sich. In der zweiten Minute der
Verlängerung erzielte Nationalstürmer Patrick Helmes durch einen
verwandelten Foul-Elfmeter den glücklichen Ausgleich. Köln liegt mit
nunmehr 46 Zählern punkgleich hinter dem FSV Mainz 05 auf dem vierten
Platz.
Beide Mannschaften begannen konzentriert und ließen zunächst wenig
Chancen zu. Das erste Ausrufezeichen setzte Kölns defensiver
Mittelfeldspieler Thomas Broich mit einem gefährlichen Schuss aus 20
Metern, der allerdings knapp am Tor von Heimeroth vorbeiging. Die
nächsten beiden Torraumszenen gehörten den Gästen vom Niederrhein, doch
weder Marcel Ndjeng (15. Minuten) noch Rob Friend (18. Minute mit einem
Kopfball) schlossen ihre Chancen ab. Auf der anderen Seite kamen die
Kölner durch Helmes (26. Minute) und Özat (29. Minute) zwei Mal
gefährlich vor das Gladbacher Tor, doch auch hier fiel kein Tor. Die
größte Chance der ersten Hälfte bis dahin hatte nach der Ecke Kölns
Kevin McKenna (30. Minute), doch sein Kopfball ging um Haaresbreite am
Kasten von Heimeroth vorbei. In der 32. Minute erzielte dann Sascha
Rösler, der von den Kölner Fans kontinuierlich ausgepfiffen wurde, das
glückliche 0:1. Sein Schuss nach Kurzpass von Markus Marin fälschte
Kölns Mohammad unhaltbar für Mondragon an den Innenpfosten. Danach war
Gladbach die bessere Mannschaft, Köln verlor zunehmend den Faden und
immer häufiger den Ball im Spielaufbau. Gleich zwei Großchancen (Ndjeng
und Friend) führten nicht zum Torerfolg. Zwar wagten sich auch die
Geißböcke zum Ende der ersten Halbzeit wieder vor das Gladbacher Tor,
aber erneut war es Gladbachs Ndjeng, der mit einem Weitschuss in der
45. Minute den Kölner Keeper zu einer Glanztat herausforderte.
Die zweite Halbzeit begann mit einer Gelben Karte für Kölns Mitreski.
Die Kölner wirkten in dieser Phase etwas druckvoller als ihre Gegner,
doch lediglich der Schuss von Helmes in der 55. Minute, den Heimeroth
parieren konnte, brachte Gefahr für das Tor. Nachdem die Gladbacher in
der 70. Minute das erste Mal wieder gefährlich vor das Kölner Tor
kamen, der Kopfball von Friend aber von Mondragon abgewehrt wurde,
schoss Kölns Roda Anta auf das Gladbacher Tor. Sein Ball ging jedoch
einen guten Meter am Gladbacher Tor vorbei. Nur eine Minute später
kamen die Kölner nach einer schönen Ballstafette im Mittelfeld erneut
mit Helmes gefährlich vor das Tor, doch Gladbachs Keeper Heimeroth
konnte dies mit dem Fuß den Schuss des Kölner Stürmers abwehren. In der
Schlussphase erhöhten jedoch die Gladbacher den Druck auf die Kölner
Abwehr und kamen gleich mehrfach zu guten Chancen. Bei einer Flanke des
eingewechselten Coulibali von der linken Seite verpassten in der 84.
Minute alle versammelten Spieler den Ball, vier Minuten später
erwischte der ebenfalls eingewechselte Gladbacher Colautti eine Flanke
von rechts nicht richtig. In der Schlussminute hielt Kölns Mondragon
dann einen Schuss des guten Gladbachers Ndjeng mit einer Glanzparade.
Dann kam die 92. Minute. Nach einem langen Ball aus der eigenen
Spielhälfte brachte Kölns Stürmer Novakovic seinen Körper zwischen Ball
und Gegenspieler Brouwers. Der konnte den Kölner nur durch ein Foul
stoppen, der gute Schiedrichter Thorsten Kienhöfer zeigte auf den
Elfmeterpunkt und Brouwers die Rote Karte. Glück für die Geißböcke,
denn das Foul war eindeutig vor der Strafraumgrenze. Helmes verwandelte
sicher zum 1:1-Endstand. Doch noch war Gladbach nicht geschlagen. Eine
Minute später kam erneut Colautti zum Kopfball und erneut rettete
Mondragon den Kölnern das Unentschieden mit einer Glanzparade.
In der 86. Minute stand die Partie noch aus einem anderen Grund auf der
Kippe. Kölner Fans entrollten die wenige Tage zuvor gestohlene
Zaunfahne der Gladbacher Ultras. Nach dieser Provokation rasteten
einige Gladbacher aus und brannten in ihrem Fanblock in der Nordkurve
Feuerwerkskörper ab, eine Rakete landete sogar auf dem Spielfeld.
Rösler, der fünf Minuten zuvor ausgewechselt wurde, stürmte sofort in
den Fanblock und versuchte, die eigenen Fans zu beruhigen. Erst am
zurückliegenden Bundesligaspieltag kam es in Frankfurt zu einer
21-minütigen Spielunterbrechung, weil auch hier so genannte Fans
Feuerwerkskörper auf das Spielfeld schleuderten.

























