27. 05. 2012
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1. FC Köln: Knapper Sieg gegen Eintracht Frankfurt teuer erkauft
Der Schock kam bereits in der Anfangsphase. Nationalstürmer und Publikumsliebling Lukas Podolski musste bereits nach drei Minuten das erste Mal an den Spielfeldrand. Zwar kam der 25-Jährige nach der ersten Behandlung noch einmal zurück ins Spiel. Aber für die Zuschauer im Rheinenergie-Stadion war klar, dass der Leistungsträger seiner Mannschaft fortan nicht mehr helfen kann. So quälte sich der Fußball-Profi trotz offenkundiger Schmerzen ganze 23 Minuten durch das Spiel, immer wieder griff er sich an das Sprunggelenk. Zur Mitte der ersten Halbzeit wurde der Offensivspieler dann durch Mato Jajalo ersetzt. Dabei hätte Podolski nur zwei Minuten zuvor eigentlich die Führung auf dem Fuß. Nach schöner Vorarbeit schloss Kölns Stürmer Sebastian Freis nur ans Außennetz. Podolski stand in der Mitte frei, wurde aber nicht bedient. Ansonsten war bis dahin bis auf die Kölner Großchance wenig Nennenswertes passiert. Zwar konnten sich die Gäste aus der Mainmetropole nach etwa zehn Minuten zunehmende Feldüberlegenheit herausspielen, Zählbares kam dabei aber nicht heraus. Frankfurt blieb zunächst das Team mit etwas mehr Spielanteilen. Und in der 35. Minute hatte der griechische Leistungsträger der Frankfurter, Ioannis Amanatidis, die bislang größte Chance. Im Fünf-Meter-Raum erhält er die kurze Auflage von seinem Kollegen Patricks Ochs, doch sein Schuss aus vier Metern geht nur ans Außennetz. In der 42. Minute hat dann Adam Matuschyk den Führungstreffer auf dem Fuß, genauer auf dem Kopf. Sein Kopfball nach einer Ecke zwingt Gästekeeper Fährmann zu einer Glanzparade. So blieb es zur Pause beim torlosen Unentschieden.
In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit startete die Partie zunächst zerfahren und mit vielen Fehlpässen und wenig Torchancen. Doch bereits früh zeigten die Kölner, dass man fehlende spielerische Mittel auch mit Kampfgeist ausgleichen kann. Das scheint auch in Halbzeit 2 zu funktionieren, denn nach zehn Minuten in der zweiten Hälfte kämpfen sich die Kölner zurück ins Spiel. Und die Belohnung lässt nicht lange auf sich warten. Bereits in der 56. Minute erzielte Christian Clemens nach einer starken Einzelleistung die nicht unverdiente 1:0-Führung. Nachdem sich der Nachwuchsspieler den Ball in der eigenen Hälfte erkämpfte, sprintete er in die Spitze und wurde mit einem präzisen Anspiel zum Toreschießen eingeladen. Danach nahm die Partie endgültig Fahrt auf. Chancen auf beiden Seiten wechselten sich in steter Folge ab. Frankfurt zeigte weiterhin die bessere Spielanlage, Köln den größeren Laufeinsatz. Und dank dieser kämpferischen Leistung setzten die Kölner ihren Gegner auch weiterhin unter Druck. Gefährliche Torszenen kamen dadurch aber kaum zustande. Das sollte sich auch bis zum Schlusspfiff nicht mehr ändern.
Für die Kölner ist der Heimsieg ein willkommener Punkteschub im Kampf gegen den drohenden Abstieg. In 16 Spielen schafften die Geißböcke bislang gerade einmal 15 Punkte. Das reichte zwar, um den VFB Stuttgart nach seiner Niederlage wieder auf Rang 17 zu verweisen. Aber nach oben bleibt nach wie vor Abstand. Der Tabellen-Fünfzehnte Schalke 04 spielt erst am morgigen Sonntag in Mainz und kann auf die jetzt bereits 16 Punkte noch drei zusätzliche erzielen. St. Pauli ist derzeit mit 17 Punkten Tabellen-14.

























