27. 05. 2012
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DFB-Pokalfinale: Auslosung und Elfmeterschießen im Olympiamuseum
Mehr als 50 Grundschülerinnen von acht Kölner Schulen warteten geduldig auf ihre Idole. Die 154-fache ehemalige Nationalspielerin Bettina Wiegmann, die aktuelle Nationaltorhüterin der deutschen Frauennationalmannschaft Lisa Weiß und Ex-FC-Profis Matthias Scherz standen im Mittelpunkt einer weiteren Promotion-Veranstaltung im Vorfeld des DFB-Pokalfinales der Frauen am 15. Mai im Kölner RheinEnergie-Stadion. Auf den Vorwiesen wird am Tag des Frauenfußballs in Köln ein Fußballturnier der besonderen Güte ausgespielt. Die bisherigen acht Gewinnerschulen der alljährlichen Grundschulmeisterschaften im Mädchenfußball treffen in einem "Supercup" aufeinander. Was sie dort gewinnen werden und welche Überraschungen es auf dem parallel dazu stattfindenden Fußballfest noch geben wird, wollten die Organisatoren zwar nicht verraten. Aber es soll eine Art "Familienfest" werden, wie die Organisatoren des Kölner Sportamtes versicherten.
Mit einer hochoffiziellen Auslosung wurden dabei die zwei Gruppen ausgelost. Um 10 Uhr wird das Turnier beginnen, insgesamt sollen neben den Grundschulteams rund 700 Mädchen unterschiedlicher Altersstufen im Kampf um den Ball ihren sportlichen Ehrgeiz ausleben und die Siegerteams ermitteln. Nach der geplanten Siegerehrung gegen 14:15 Uhr sind es dann nur noch wenige Minuten, bis um 16 Uhr das Pokalfinale der Profi-Teams angepfiffen wird. Das Finalspiel wird dabei erstmals in Köln ausgetragen, nachdem es in den Vorjahren immer vor dem Männerfinale stattfand, in den Anfangsjahren fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Nun soll mit einer eigenständigen Veranstaltung auch die gestiegene Bedeutung des Frauenfußballs gewürdigt werden, schließlich wird im kommenden Jahr Deutschland die offizielle FIFA-Weltmeisterschaft im Frauenfußball austragen. Köln hat sich bei der Austragung des Pokalfinales gegen zuletzt vier Städte durchgesetzt, wie Horst Meyer vom Kölner Sportamt bestätigte. Neben Köln standen auch Gelsenkirchen, Frankfurt am Main und "eine vierte Stadt" auf der Prüfliste der DFB-Verantwortlichen.
Die Situation des Frauenfußballs hat sich in den vergangenen Jahren nicht nur der sportlichen Erfolge wegen stetig verbessert. Was in den Anfangszeiten verboten und noch in den 80er Jahren von vielen belächelt wurde, ist heute fester Bestandteil der Sportagenda und immer häufiger auch Anlass zu Live-Berichten der großen Fernsehanstalten. Und auch die Jugendarbeit steht heute auf einem ganz anderen Fundament. Die acht Grundschulteams belegen dies. "Ihr habt es gut, früher gab es in der Schule keine Mädchen-Fußballmannschaften", so Nationaltorhüterin Weiß. Sie selbst musste als einzige weibliche Spielerin mit Jungs zusammenspielen. Beim anschließenden "Elfmetertraining" zeigten die Grundschülerinnen dann, dass Mädchen keineswegs ungeschickt oder kraftlos sind, wenn es um die richtige Schusstechnik und Platzierung der Bälle geht. Torhüterin Weiß musste die Hälfte der geschossenen "Elfmeter" passieren lassen, einige schlugen sogar mit einem lauten Knall auf die Betonwand hinter dem Tor im Museum ein. Für das bevorstehende sportliche Großevent haben die Organisatoren eigentlich nur noch einen Wunsch: "Schönes Wetter".
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