27. 05. 2012
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DFB-Pokalfinale: Frankfurt und Potsdam kämpfen um den Pott
In wenigen Tagen findet das erste sportliche Großereignis im Sportjahr der Stadt Köln statt. Im Rheinenergie-Stadion findet zum zweiten Mal nach 2010 das DFB-Pokalfinale im Frauenfußball statt. Auf dem heiligen Rasen, der sonst den Profis des Bundesligisten 1. FC Köln vorbehalten ist, treffen die Mannschaften des 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam aufeinander. Die Frankfurterinnen gelten dabei nicht nur wegen ihrer dominierenden Stellung im deutschen Frauenfußball als Titelfavoritinnen. Dauergegner Potsdam muss überdies am heutigen Mittwoch noch das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FCF Juvisy bestreiten, ehe es in drei Tagen erneut um alles geht.
Besondere Brisanz erhält die Partie durch den Wechsel von Nationaltorhüterin Nadine Angerer von Potsdam nach Frankfurt. Bislang konnten die Brandenburger Fußballdamen in den drei Finalspielen bislang immer als Sieger den Platz verlassen, nicht zuletzt wegen der Leistungen ihrer Torhüterin. Diesmal wird die Torhüterin den Frankfurter Kasten sauber halten. Und mit Rekord-Torschützin Birgit Prinz haben die Frankfurterinnen überdies die vielleicht gefährlichste Offensivfußballerin der Welt in ihren eigenen Reihen. Überhaupt strotzt die Partie vor Superlativen. Obwohl auch im Frauenfußball nur 22 Spielerinnen pro Spiel erlaubt sind, stehen bei der kommenden Finalpartie wahrscheinlich gleich 16 Nationalspielerinnen auf dem Grün des Kölner Schmuckkästchens. Lediglich die Frankfurterin Saskia Bartusiak fehlt nach ihrer Roten Karte im Halbfinale. Frankfurt will mit einem möglichen Pokalsieg wieder an vergangene Erfolgszeiten anknüpfen. Im Jahr 2008 holten die Frankfurter Fußballerinnen das Triple, danach bleib der große Erfolg aus. In der laufenden Bundesliga-Saison im Frauenfußball konnte Potsdam auch in diesem Jahr den Frankfurterinnen in buchstäblich letzter Minute den Titel vor der Nase wegschnappen. So ist die Vorfreude auf eine mögliche Revanche aufseiten der Hessinnen groß, hieß es dazu abschließend.
Rahmenprogramm der Stadt soll für Zulauf sorgen
Mit mehr als 26.500 Zuschauerinnen und Zuschauern war die Premierenveranstaltung des DFB-Pokalfinales in Köln im Mai vergangenen Jahres ein voller Erfolg. Nie zuvor hatten in Europa in einem Spiel zweier Vereinsmannschaften mehr Fans eine offizielle Partie verfolgt. Allerdings dürfte es angesichts des frühen Zeitpunkts schwierig werden, diesen Erfolg zu toppen. Die Verantwortlichen der Kölner Sportverwaltung üben sich dennoch in Optimismus. Im Vorfeld der samstäglichen Veranstaltung hatten die Verantwortlichen, zusammen mit Kooperationspartnern wie dem Fußball-Verband Mittelrhein und weiteren Akteuren gleich mehrere medienwirksame Aktionen durchgeführt. Am kommenden Samstag selbst wird auf den Vorwiesen am nördlichen Ende des Sportcampus Müngersdorf ein umfangreiches Begleitprogramm organisiert. Neben mehreren Showbühnen mit Live-acts und Diskussion werden auch die Kölner Schülerinnen an diesem Tag und vor dem offiziellen Anpfiff um 16:15 Uhr ihre Stadtmeisterschaft ausspielen. Noch sind sich die Meteorologen nicht ganz einig, ob das Hochdruckgebiet, das der Domstadt in den vergangenen Tagen strahlenden Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen bescherte, bis zum Wochenende durchhält. Sollte das der Fall sein, ist ein neuer Zuschauerrekord nicht völlig unwahrscheinlich.

























