27. 05. 2012
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Köln bleibt Standort des Pokalfinales der Frauen
Erstmals in der Geschichte des Frauen-Fußball fand das Pokalfinale der Frauen nicht im Vorfeld des Männerfinales in Berlin, sondern in einer eigenständigen Veranstaltung im Kölner RheinEnergie-Stadion statt. Die Erwartungen von Stadt und DFB wurden mit einer Rekordkulisse von 26.282 Zuschauern deutlich übertroffen. "Europarekord", jubelte das Presseamt der Stadt Köln am Tag nach dem Endspiel. Und auch Oberbürgermeister Jürgen Roters, selbst passionierter Hobbysportler, freute sich über die Zusage des DFB, auch im kommenden Jahr Austragungsort dieser Veranstaltung zu sein. DFB-Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg hatte am gleichen Tag bestätigt, auch im kommenden Jahr wieder nach Köln kommen zu wollen. Tatsächlich spielten die Damen-Mannschaften des FCR Duisburg und von USV Jena vor so vielen Menschen ein Pokalfinale aus wie niemals zuvor in Europa. Die bisherige Rekordmarke hielt Großbritannien mit der Veranstaltung im Jahr 2008. 24.582 Fans besuchten damals das Pokalfinale zwischen dem FC Arsenal und Leeds United. Duisburg gewann dabei durch ein Tor von Annike Krahe (50. Minute) mit 1:0 und holte damit den dritten Pokaltitel in Folge.
"Das war die beste Werbung für den Frauenfußball in Deutschland und ein gelungenes Fußballfest für die ganze Familie", kommentierte Kölns Stadtoberhaupt den gelungenen Verlauf der Premiere. Köln habe sich erneut als guter Gastgeber für sportliche Spitzenveranstaltungen erwiesen. Bereits um 10 Uhr ging es auf den Vorwiesen im Norden des Schmuckkästchens rund. Kölner Grundschulen schickten ihre Mädchenteams, die untereinander die Siegerteams ermittelten. Mit dem Komm Mit-Turnier (Mädchen Masters Cup), dem RheinEnergie-Supercup fand auch das Pokalendspiel der U17-Damenteams des Fußballverbands Mittelrhein statt. Zahlreiche Stände mit attraktiven Angeboten, eine riesige Hüpfburg, Torwandschießen sowie eine Bühne, auf der ab 12 Uhr zahlreiche lokale Bands und Interpreten ein Stelldichein gaben, machten das Pokalfinale zu einem Fest für die gesamte Familie. Auch dieses Konzept ging aus Sicht der Organisatoren auf. Folgerichtig zeigten sich auch die DFB-Offiziellen hochzufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung, Einziges Manko: DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger musste noch in der ersten Halbzeit das Frauenfinale verlassen. Schließlich musste er als erster Vertreter des größten Sportverbands in Deutschland rechtzeitig zum DFB-Finale der Männer nach Berlin. Trotzdem ein voller Erfolg, wie Roters abschließend anmerkte.

























