27. 05. 2012
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Großes Schülersportfest beim ASV Köln ein voller Erfolg
Die Leichtathletik gilt als eine der beliebtesten Individualsportarten. Beim 100 Meter-Lauf, im Kugelstoßen oder beim Weitsprung hilft keine Mannschaft, wenn die eigene Leistung nicht die Erwartungen erfüllt, die man selbst oder sein Umfeld an die sportliche Leistung hat. Was sich in den Mannschaftssportarten wie Fußball oder Basketball durch eine geschlossene Teamleistung noch kaschieren lässt , wird bei einem 100 Meter-Lauf sofort sichtbar. Und doch war auch das heutige Sportfest alles andere als eine reine Jagd nach Bestzeiten. Die gab es zwar auch, aber die Organisatoren setzen schon seit längerer Zeit auf den Spaßfaktor, wie Irmgard Henneke, Jugendwartin beim Traditionssportclub in Müngersdorf, gegenüber Köln Nachrichten erläuterte. So finden beispielsweise die Wettkämpfe der Jüngsten erst am späten Nachmittag statt. 29 Vereine hatten ihren Nachwuchs in die idyllisch gelegene Sportanlage mitten im Äußeren Grüngürtel geschickt, um sich hier mit Gleichaltrigen zu messen. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen.
Gute Ergebnisse für den Nachwuchs
So sprang beispielsweise eine 13-Jährige im Hochsprung mit 1,59 Meter höher als ihre zweite Jahre älteren Konkurrentinnen. Auch im 100-Meter-Lauf der 15-jährigen Mädchen kamen mit Layla Han (Siegerin mit 12,87 Sekunden) und Kim Lentz (12,98 Sekunden) gleich zwei Nachwuchssprinterinnen unter die 13-Sekunden-Marke. Und das eine 13-Jährige mit einem Schlagball umgehen kann, steht für die Organisatoren beim Blick auf die Ergebnislisten außer Frage. Die Siegerin in dieser Altersklasse warf das runde Sportgerät 48,50 Meter weit. Die Siegerin in der Altersklasse der 13-Jährigen kam auf ebenfalls sehr gute 4,60 Meter, wie Organisatorin Henneke ausführte. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses standen noch die Langstreckenläufe aus, aber auch hier gab es vielversprechende Talente, die bereits im Alter von zehn, elf und zwölf Jahren die Drei-Minuten-Grenze beim 1000-Meter-Lauf anvisieren. Allzu viel Training ist aber gerade für junge Athletinnen und Athleten nicht immer förderlich. Gerade in der Wachstumsphase, wenn sich Muskulatur und Knochen noch mitten in der Entwicklung befinden, kann vor allem falsches Training zu gesundheitlichen Folgen führen, die noch lange nach der Sportlerkarriere spürbar sind, wie eine Betreuerin erklärte.
Die Strategie zahlt sich aus – Leichtathletik ist wieder im Kommen
Und so setzt auch der ASV Köln, wie auch die anderen Sportvereine, auf eine behutsame Heranführung an den Leistungssport. "Wir achten vor allem darauf, dass unser Sportangebot vielfältig ausgelegt ist und den Kindern und Jugendlichen Spaß macht", so Henneke weiter. Der ASV selbst zählt mit rund 4000 Mitgliedern zu den großen Sportbvereinen in der Domstadt. Bereits seit Jahren verzeichnen die Verantwortlichen hier ein Wachstum, dass für Sportvereine selbst in Wachstumsregionen wie Köln keineswegs selbstverständlich ist. Etwa 160 bis 180 minderjährige Leichtathletinnen und Leichtathleten werden derzeit in den verschiedenen Altersgruppen betreut. Daneben bietet der ASV vor allem Trendsportarten wie Floorball (eine Art Uni-Hockey) oder Frisbee an. "Hier arbeiten wir inzwischen verstärkt auch mit Schulen zusammen", bestätigte eine Vereinssprecherin. Und damit die jungen Leichtathletinnen und –athleten nicht die Lust an Training und Wettkampf verlieren, gibt es schon seit Jahren ein Kindersportprogramm über die gesamte Saison an. Der Aufwand scheint sich zu lohnen, etwa ein Drittel aller ASV-Mitglieder sind jünger als 18 Jahre.
Weitere Informationen zum Sportangebot des ASV Köln finden sie auch im Internet unter: www.asv-koeln.de.

























