27. 05. 2012
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Trotz schlechter Witterung hochgesprungen und schnell gelaufen
Das Wetter bei der zurückliegenden Jugendgala in Schweinfurt hätte für die Springerinnen und Springer schlechter kaum sein können. Empfindlich kühle Temperaturen und vor allem jede Menge Nässe auf Matte und Tartan bescherten den Atheltinnen und Athleten am vergangenen Wochenende einen eher unangenehmen Verlauf. Trotzdem arbeiten die Nachwuchs-Athleten des Leichtathletik-Teams der Deutschen Sporthochschule (LTDSHS) weiter konsequent an ihren Saisonzielen. Mit übersprungenen 1,73 Meter erzielte die 17-jährige Nachwuchsspringerin eine eher durchschnittliche Sprunghöhe. Doch mit dem damit verbundenen zweiten Rang sicherte sich die Nachwuchshoffnung die Teilnahme an den diesjährigen Jugend-Weltmeisterschaften, die am 4. und 5. Juli im nordfranzösischen Lille stattfinden werden.
Grundlage für die Berufung war jedoch auch die persönliche Bestleistung der Nachwuchsathletin. Vier Wochen zuvor und bei deutlich besseren, äußeren Bedingungen überquerte Plaza die Höhe von 1,82 Meter. Plaza selbst sicherte sich den zweiten Platz mit minimalem Aufwand, angesichts ihrer noch nicht ganz auskurierten Fußverletzung ein in allen Belangen effizienter Wettkampf.
Deutlich mehr Pech hatte hingegen Nachwuchssprinter Daniel Kölsch. Dabei hatte der Kölner Sprinter mit 10,83 Sekunden bei heftigem Gegenwind (2,2 Meter pro Sekunde) erneut seine Form unter Beweis gestellt. Zwar bedeutete diese Leistung den Sieg in Schweinfurt, nur aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen verpasste er eben auch die Qualifikationsnorm für die Weltmeisterschaften der Jugendlichen. So ganz hat der Kölner die Hoffnung nach seiner starken Leistung in Schweinfurt die Hoffnung aber noch nicht verloren. Denn mit gerade einmal drei Hundertstel Sekunden verpasste er die WM-Norm nur um Haaresbreite.
Eine gute Figur machten auch die etwas älteren Sprinterinnen und Sprinter der LTDSHS. So überzeugte die Kölner Sprinterin Leena Günther als Schlussläuferin der 4 x 100 Meter-Staffel am vergangenen Samstag im schwedischen Stockholm. Mit einem starken Finish sicherte sie ihrem Team mit 43,37 Sekunden einen dritten Platz bei den Team-Europameisterschaften. Lediglich die Ukraine (42,85 Sekunden) und Russland (43,12 Sekunden) waren an diesem Tag schneller. Dabei konnte die Kölner Medizinstudentin allerdings die starken Konkurrentinnen auf Großbritannien (43,50) und Frankreich (43,61 Sekunden) auf Distanz halten. Einen überraschenden Auftritt vor internationaler Kulisse gab es für den Kölner Sprinter Manuel Rigau. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden des eigentlich nominierten Aleixo Platini Menga (Leverkusen) musste der Ersatzmann über die 200 Meter-Distanz die Lauf-Spikes schnüren. Mit 21,44 Sekunden kam der Kölner immerhin auf Rang elf und damit zu zwei Punkten für die Teamwertung. Das reichte am Ende des Wettkampfes für Rang zwei, hinter Russland und vor der Ukraine.

























