27. 05. 2012
Seite drucken
15. Ausbildungstag der Wirtschaftsjunioren: Ein voller Börsensaal
Es war bereits der 15. Ausbildungstag der Kölner Wirtschaftsjunioren, der am gestrigen Samstag in den Räumen der Industrie- und Handelskammer Köln stattfand. Schirmherr war in diesem Jahr der Kölner Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar. Zusammen mit Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes und dem Vorsitzenden der Wirtschaftsjunioren, dem Kölner Unternehmer Maik Pfingsten, machte sich der Chef der Bezirksregierung Köln selbst einen Eindruck über die verschiedenen Ausbildungsberufe und das Konzept der Veranstaltung. "Und was wirst Du?", lautete das vielsagende Motto der Veranstaltung, die sich dank der Netzwerkarbeit der Initiatoren unter anderem an alle Schulen, aber auch an die Ausbildungsbetriebe selbst wandte. Neu im Programm war in diesem Jahr ein Parcour für neue Ausbildungsberufe. Initiiert wurde der Stand vom Wissenschaftsladen Bonn. Im Kern ging es um die Darstellung von Berufen im Feld Erneuerbare Eniergien. "Wir haben 349 anerkannte Ausbildungsberufe, aber nur sehr wenige, die sich tatsächlich mit diesem Zukunftsfeld beschäftigen", kritisierte Theo Bühler von der Bonner Einrichtung. Tatsächlich sind auch die Hochschulen bereits wesentlich weiter als Handwerk und Industrie. Bühler berichtet von rund 250 Studiengängen im Bereich erneuerbarer Energien, aber nur sechs Ausbildungsberufe, die überhaupt Erneuerbare Energien in ihrem Lehrplan haben. Dabei hat gerade Köln das erklärte Ziel, in diesem so wichtigen Bereich eine zumindest in Nordrhein-Westfalen führende Rolle zu übernehmen. So wird demnächst am Ausbildungszentrum des Handwerk in Köln-Ossendorf das dortige Spektrum vor allem um den Bereich Solarenergie ausgebaut.
Für den Regierungspräsidenten selbst stehen andere Aspekte im Vordergrund. So macht sich Lindlar unter anderem Gedanken, wie die vielen Abgänger von Hauptschulen besser in das Arbeitsleben integriert werden können. "Wir werden in Zukunft immer weniger Schulabgänger und immer mehr offene Stellen haben. Das Verhältnis kippt", warnte Lindlar in seinem Statement auf der Messe. Das Konzept der Ausbildungs-Hausmesse der Wirtschaftsjunioren überzeugt den Kommunalaufseher aus einem weiteren Grund. "Die Berater sind selbst noch nicht so lange im Berufsleben und haben ihre Berufsentscheidung bewusst getroffen. Das vermitteln sie hier", lobte der Schirmherr.
Aber neben wichtigen Informationen für den Berufseinstieg gab es auch jede Menge praktische Tipps. So konnten sich Interessierte von Stylistin Kirsten English in dem großen Börsensaal für den großen Moment zurecht machen lassen. Anschließend gab es dann ein professionelles Bewerbungsfoto von Fotografin Monika Nonnenmacher. Schließlich konnten die angehenden Berufseinsteiger in Einzelgesprächen ihre Bewerbungsmappen von Personalexperten prüfen und optimieren lassen. "Wichtig ist uns vor allem, dass die kommenden Azubis etwas Handfestes für ihre berufliche Zukunft mitnehmen können", erläuterte Projektleiterin Katja Kunde von den Wirtschaftsjunioren diesen Ansatz. Unterstützt wurde sie dabei von 60 zumeist ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus den Unternehmen. "Das Thema Ausbildung besitzt einen immer höheren Stellenwert", weiß der Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren aus eigener Erfahrung.
Weitere Informationen zur Arbeit der Kölner Wirtschaftsjunioren finden sie auch im Internet unter: www.wj-koeln.de.

























