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27. 05. 2012
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2010: Mehr Meister im regionalen Handwerk


21.02.2011 13:36 von:

Schlagwörter: Köln,Handwerkskammer,2010,Meister,Absolvent,Weiterbildung,Studium,Qualifizierung

Die Zahl der neuen Meisterinnen und Meister im Handwerk der Region Köln/Bonn ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Mit 756 bestandenen Meisterprüflingen beiderlei Geschlechts erhöhte sich dieser Wert gegenüber dem Vorjahr um knapp zehn Prozent. Die Zahl der Fortbildungsprüfungen im Bereich der Handwerkskammer Köln stieg sogar um 18 Prozent, wie die Kammerverantwortlichen am vergangenen Freitag berichteten. Dabei profitierte die Kammer auch von neuen Ausbildungswegen innerhalb des Handwerks. Im Zuge des Ausbaus des Kölner Weiterbildungszentrums zu einem Kompetenzzentrums für das Ausbauhandwerk in der Region und für ganz NRW stehen vor allem neue Berufsbilder im baunahen Ausbauhandwerk auf der Agenda. Energieeffizienz, regenerative Energie (Wind, Solar, Wärmepumpe) und die Notwendigkeit barrierefreien Bauens gehörten dabei zu den Trendthemen, die die Kammer mit ihrer Ausbildungspolitik auf dem Schirm haben muss. Insgesamt stieg somit die Zahl der beruflichen Weiterqualifizierungen im abgelaufenen Jahr 2010 um knapp zehn Prozent an.

"Der Aufwärtstrend setzt sich fort", so die Bilanz von Peter Panzer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Köln. Bereits seit einigen Jahren beobachtet die Kammer einen erfreulichen Trend zur Qualifizierung und Weiterbildung im Handwerk. Den bisherigen Tiefpunkt markierte das Jahr 2005 mit gerade einmal 645 erfolgreichen Jungmeisterinnen und Jungmeistern. Eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben führte damals zu dem historischen Einbruch. Die damalige Bundesregierung hatte veranlasst, dass der Handwerksmeister in vielen Berufen nicht mehr notwendige Voraussetzung für eine Selbständigkeit ist. Doch dieser Trend scheint nach den Zahlen des vergangenen Jahres endgültig gewendet. Das gleiche gilt auch für die Zahl der beruflichen Weiterbildungen und ihrer Abschlüsse. Die stiegen ebenfalls seit einigen Jahren kontinuierlich an und erreichten im vergangenen Jahr ein Niveau von 1737 bestandenen Absolventinnen und Absolventen. Die Kammerverantwortlichen sehen darin ein Zeichen für den höheren Stellenwert von Bildung und Qualifizierung im Handwerk, so Panzer weiter.

Zu den Wachstumsmärkten für Bau- und Ausbaubetriebe des Handwerks gehören Verbesserungen in der Energieeffizienz. Mehr als 400 Handwerker haben sich in den letzten fünf Jahren in Lehrgängen der Handwerkskammer zum Gebäudeenergieberater fortgebildet. Die Lehrgänge in der Solartechnik kamen im Jahr 2010 auf 180 Teilnehmer. Erstmals fand im vergangenen Jahr bei der Handwerkskammer die Fortbildungsprüfung zum "Servicetechniker für Windenergieanlagen" statt. Der weitere Ausbau der Windenergie ist politisch gewollt, für die Wartung dieser Anlagen gibt es einen Bedarf an Fachkräften, auf den die Handwerkskammer mit dem neu eingeführten Lehrgang reagiert hat. Auch für Raumausstatter, Tischler, Maler und andere Ausbaugewerke wird es seit in diesem Jahr eine neue Qualfizierung mit dem Berufsbild "Wohnberater" geben. Start des ersten Lehrgangs ist der Mai 2011. Im Herbst 2011 folgt dann die Weiterbildung zur "Fachkraft für barrierefreies Bauen und Wohnen". Um die zusätzlichen Kapazitäten aufnehmen zu können, soll bereits in Kürze mit dem Bau eines Schulungsgebäudes auf dem Gelände des Berufsbildungszentrums der HWK in Köln-Ossendorf begonnen werden. Noch warte man allerdings auf den beantragten Bundeszuschuss, hieß es dazu am vergangenen Freitag.

Weitere Trends in der Ausbildung der Handwerksberufe sind eine eventuelle Zusammenlegung der Berufsausbildungen zum Dachdecker und zum Zimmerer. Schon heute bietet die Kammer einen so genannten "Zwei-Meister-Kurs" zu diesem Thema an. Außerdem startete jüngst das so genannte "triale Studium" der Kammer, das erst vor wenigen Tagen mit dem Innovationspreis "365 Orte im Land der Ideen" ausgezeichnet wurde. Nach Lehrer und Meisterprüfung folgt ein Bachelor-Studium im Fach Handwerksmanagement. Der erste Kurs startete bereits im Herbst vergangenen Jahres.







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