27. 05. 2012
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Aktionstag für die Altenpflege im Rathaus
Der Begriff "demografischer Wandel" ist derzeit in aller Munde. Neben den vielfältigen Folgen und Herausforderungen und damit Risiken und Gefahren ergeben sich mit der zunehmenden Alterung der deutschen Gesellschaft aber auch neue Chancen. Mit einem Aktionstag "Altenpflege Köln" haben die Verantwortlichen von Stadt, Bezirksregierung und Arbeitsagentur nun einen neuen Impuls gesetzt, um auch im Beruf des Altenpflegers an geeignete Nachwuchskräfte zu kommen. Schon heute arbeiten alleine in Köln rund 9400 Menschen in der Branche. Momentan gibt es sogar 150 bis 200 offene Stellen in der Gesundheitsbranche und in diesem Segment, wie der Chef der Kölner Arbeitsagentur, Peter Welters, ausführte. Mit dem Aktionstag wolle man den Beruf und seine Tätigkeitsschwerpunkte bekannter machen und gleichzeitig für das Berufsbild werben. "Altenpflege ist mehr als nur Hintern sauber machen", lautete denn auch das Motto der Veranstaltung, die in der vergangenen Woche ihre Premiere absolvierte.
Auch der Hausherr der ersten Veranstaltung dieser Art und erster Bürger der Stadt, Jürgen Roters, ist vom Anliegen der Kooperationspartner überzeugt. Rund zwei Dutzend Aussteller präsentierten auf der Hausmesse sich, ihr Leistungsangebot und ihre Stellenprofile. Gezeigt wurden auch berufliche Aufstiegsmöglichkeiten und Einblicke in den beruflichen Alltag. Zudem hatten Jugendliche gleich vor Ort die Chance, sich direkt für ein Praktikum bewerben zu können. Auch eine Ausbildung in diesem Berufsfeld dürfte für nicht wenige interessant sein. Zu Jahresanfang registrierte die Arbeitsagentur bereits rund 500 gemeldete Ausbildungsverträge. Tatsächlich entspricht der Beruf des Altenpflegers längst nicht mehr den gängigen Klischees. Moderne Altenpflege setzt viele, auch theoretische, Kenntnisse über das Alter, Medizin und Psychologie voraus. Das Arbeiten ganz nah am Menschen mit viel Verantwortung und im Team ist eine besondere Herausforderung. Die Spitzen von Arbeitsagentur, Bezirksregierung und der Stadt Köln nahmen sich die Zeit, bei einem Rundgang selbst mit den ausstellenden Anbietern zu reden und sich so einen tieferen Eindruck zu verschaffen.
"Wer in der Altenpflege eine Ausbildung sucht oder dort arbeitet, hat sehr häufig einen attraktiven Arbeitgeber und hervorragende Beschäftigungs- und Aufstiegschancen. Auch flexible Arbeitszeiten sind möglich. Es ist ein Zukunftsberuf! Wir müssen da die alten Vorstellungen in unseren Köpfen korrigieren", stellte Roters nach dem Rundgang klar. Eine ähnliche Meinung vertritt auch Kölns Regierungspräsidentin Gisela Walsken. Sie machte auf den wachsenden Bedarf an Pflegekräften aufmerksam: "Allein in Nordrhein-Westfalen wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2020 auf rund 650.000 Menschen erhöhen. Meine Behörde hat dabei wichtige Aufgaben, um diesem Bedarf gerecht zu werden und zugleich auf die Qualifikation und Qualität in der Ausbildung zu achten. Schließlich geht es um die Pflege von Menschen", so die Chefin der Kölner Kommunalaufsicht.
Initiator des Aktionsbündnisses Altenpflege ist die Kölner Bezirksregierung. Daneben arbeiten weitere Kooperationspartner mit, darunter die Fachseminare Altenpflege, die Freie Wohlfahrtspflege Köln mit den Spitzenverbänden Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Köln, Caritasverband für die Stadt Köln e.V., Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, Arbeiterwohlfahrt – Kreisverband Köln e.V., Deutsches Rotes Kreuz – Kreisverband Köln e.V. sowie die Synagogengemeinde Köln. Außerdem machen die Sozial-Betriebe-Köln (SBK), der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) und der Landesverband freie ambulante Krankenpflege NRW e.V. mit, teilte die Stadt nach der Veranstaltung mit.

























