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27. 05. 2012
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Arbeitsagentur: Qualifizierung in Mangelberufen


23.02.2011 09:42 von:

Schlagwörter: Köln,Arbeitsagentur,2011,Februar,Mangelberuf,Berufsausbildung,Qualifizierung,Fac

Die Kölner Arbeitsagentur will Arbeitslose aus dem eigenen Zuständigkeitsbezirk für den Arbeitsmarkt qualifizieren. Mit der Initiative zur "Flankierung des Strukturwandels" (IflaS), einem Programm der Bundesbehörde, sollen arbeitslose Erwerbsfähige für die Anforderungen in so genannten Mangelberufen vorbereitet werden. In kleinen Gruppen werden die angehenden Fachkräfte langsam an die späteren Tätigkeiten herangeführt, so geschehen mit zwölf Personen im Alter zwischen 27 und 51 Jahren. Hier finden die Schulungen derzeit bei einem Kölner Weiterbildungsunternehmen statt, Ziel ist die Gesellenprüfung zum Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik, wie die Agentur ausführte. Im Dezember 2012 sollen die Teilnehmer dieser Qualifizierungsmaßnahme schließlich ihre Lehrzeit absolviert und die Prüfung abgeschlossen haben.

"Unser Ziel ist es, arbeitslose Frauen und Männer für Berufe zu qualifizieren, in denen Arbeitgeber jetzt oder in naher Zukunft ihre freien Stellen nur mit Mühe besetzen können", erläuterte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Kölner Arbeitsagentur, Peter Welters. In dem bundesweiten Programm sollen ungelernte Erwerbsfähige über einen Zeitraum von zwei Jahren eine Berufsausbildung in einem der zahlreichen so genannten Mangelberufe absolvieren, um so dem bevorstehenden Fachkräftemangel vorzubeugen. Rund 1000 Menschen aus Köln haben das seit 2009 laufende Programm bereits in Anspruch genommen. In diesem Jahr sollen weitere 400 eine Lehre beginnen. Rund 450 haben bereits die Abschlussprüfung absolviert, wie die Agentur weiter ausführte.

Die Ausbildung sei für beide Seiten – Arbeitgeber und Arbeitslose - eine "große Hilfe", erklärte Welters. Der Sinn erschließt sich dem interessierten Betrachter durch einen Blick in jüngste Studien des agenturnahen Forschungsinstituts IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung). Demnach sind Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung in deutlich geringerem Maße von Arbeitslosigkeit bedroht als ungelernte Kräfte. Im Jahr 2009 waren fast ein Fünftel der Ungelernten, aber nur 6,6 Prozent der Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung als arbeitslos gemeldet, wie die Agentur weiter mitteilte. Und auch die Arbeitgeber profitieren von den Nachwuchsfachkräften, die im Rahmen dieser Qualifizierungsmaßnahme ihren Abschluss nachholen. Die Kosten dieser Weiterbildungsmaßnahme belaufen sich Behördenangaben alleine in Köln auf rund 3,4 Millionen Euro pro Jahr. Deutschlandweit gab die Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr rund 250 Millionen Euro aus. Schwerpunkt sind Berufe aus dem gewerblichen Bereich und den Pflegeberufen.







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