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27. 05. 2012
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Arbeitsmarkt: Anteil weiblicher Führungskräfte steigt weiter an


09.06.2011 18:45 von:(red)

Schlagwörter: Frauen,Beruf,Management,2010,Destatis,Führungsposition,Großunternehmen,KMU

Symbolbild: www.pixelio.de/Peter Kirchhoff

Frauen in Managementpositionen, mit Führungsverantwortung und Prokura werden immer mehr zum Normalfall. Das belegen auch die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes Destatis, die die Behörde am gestrigen Mittwoch veröffentlichte. Mit 27,7 Prozent Anteil an Frauen in Führungspositionen liegt der weibliche Berufsstand allerdings weiterhin deutlich hinter der Gesamterwerbsquote zurück. Die lag im vergangenen Jahr bei insgesamt 45,6 Prozent, wie die Bundesstatistiker ausgerechnet haben. Weibliche Führungskräfte sind vor allem in kleineren Betrieben präsent: In Betrieben mit bis zu 49 Beschäftigten waren 35 Prozent der Führungspositionen mit einer Frau besetzt, in Betrieben mit 50 und mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren es dagegen nur 23,4 Prozent. Insgesamt waren Frauen im Top-Management seltener anzutreffen als auf der zweiten Führungsebene (24,2 zu 28,8 Prozent). Den größten Seltenheitswert haben Frauen in der ersten Führungsebene größerer Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigen: hier liegt ihr Anteil bei 16,9 Prozent und erreicht damit den niedrigsten Wert. Bei jüngeren Führungskräften liegt der Frauenanteil deutlich höher als bei älteren: Knapp 38 Prozent der Führungskräfte im Alter bis 39 Jahre waren weiblich - ab 40 Jahren und älter waren es lediglich rund 22 Prozent der Führungskräfte. Der Trend hin zu mehr weiblichen Führungskräften dürfte damit in Zukunft ungebrochen sein.

In den letzten fünfzehn Jahren besetzten immer mehr Frauen Führungspositionen. Seit dem Jahr 1996 ist der Frauenanteil in Führungspositionen von 21,8 Prozent um knapp sechs Prozentpunkte angestiegen. Der Anstieg an weiblichen Führungskräften insgesamt fiel zwar stärker aus als beim Frauenanteil an allen Beschäftigten, blieb aber doch moderat, wie das Bundesamt ausführte. Den größten Zuwachs im Zeitverlauf gab es in größeren Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten. In kleineren Betrieben konnten weibliche Führungskräfte nur leicht zulegen, hier war das Ausgangsniveau allerdings auch höher. Die Ergebnisse basieren auf einer Analyse der Berufsangaben im Mikrozensus, hieß es dazu abschließend.







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