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27. 05. 2012
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Arbeitsmarkt auch in Köln weiter robust


02.11.2011 14:22 von:

Schlagwörter: Köln,Arbeitsagentur,Arbeitslose,Oktober,2011,Unterbeschäftigung,Stock,Herbst

46.677 erwerbsfähige Personen sind derzeit in Köln als arbeitslos gemeldet. Das sind 1246 oder 2,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Vorjahresmonat waren es sogar 3770 mehr als in diesem Herbstmonat. Die offizielle Arbeitslosenquote ging damit weiter zurück und liegt nun in der größten NRW-Kommune bei neun Prozent. Auch auf Bundes- und Landesebene gingen die Arbeitslosenzahlen weiter zurück. „Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober nochmals gesunken, und von dieser guten Entwicklung konnten alle Gruppen profitieren, wenngleich unterschiedlich stark“, erklärte Roswitha Stock, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Köln.

Dass die Zahl der Arbeitslosen zum Oktober hin zurückgeht, ist allerdings ein saisonaler Effekt. Aber auch darüber hinaus haben die Kölner Arbeitgeber in diesem Jahr deutlich mehr offene Stellen an die Arbeitsagentur gemeldet als im Vormonat. Mit fast 3000 war es das drittbeste Ergebnis in diesem Jahr, wie die Bundesbehörde ausführte. „Die gute Konjunktur macht sich auch bei den Kundinnen und Kunden des Jobcenters bemerkbar, die im Vergleich zum Vorjahr häufiger eine Arbeit finden“, so Stock weiter. Vor allem junge Fachkräfte sind gefragt, wie die staatlichen Arbeitsvermittler erläuterten. Bei ältere Arbeitnehmern wird es hingegen deutlich schwieriger, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Stock nutzte die Monatsmeldung, um weiter Werbung für die Einstellung älterer Arbeitsloser zu machen. Die seien zuverlässig und häufig genug gut bis ausgezeichnet ausgebildet. Auch sonst sollten sich die Betriebe für diejenigen öffnen, die nicht alle Voraussetzungen des Jobprofils mitbringen.

Die negative Kehrseite sinkender Arbeitslosenzahlen sind Engpässe in einigen Bereichen. Vor allem der Gesundheits-, Pflege- sowie in Sozial- und Erziehungsberufen gibt es Bedarf. Betroffen sind zunehmend auch einzelne Handwerksberufe im Ausbaugewerbe sowie Bürofachkräfte mit Spezialisierung, etwa in Sachen Recht und Steuern. Mit neuen Veranstaltungen wie einem so genannten „Speed Dating“ wollen die Verantwortlichen weitere Impulse bei der Vermittlung setzen. Die offiziellen Statistiken geben aber nicht das ganze Ausmaß der Lage auf dem Arbeitsmarkt wieder. So sind längst nicht alle Arbeitssuchenden auch tatsächlich arbeitslos. Wer beispielsweise in einer Qualifizierungsmaßnahme gefördert wird oder sich gerade in anderen Maßnahmen oder kurzfristig berufsunfähig ist, wird nicht mitgezählt. Bezieht man diese ebenfalls „Arbeitsuchenden“ in die Betrachtung mit ein, erhöhte sich die so genannte „Unterbeschäftigung“ auf 67.758 Personen. Auch hier sind die Zahlen zwar rückläufig. Die Quote liegt allerdings mit 13,4 Prozent deutlich über dem offiziellen Niveau.







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