27. 05. 2012
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Arbeitsmarkt in Köln entwickelt sich trotz Anstieg der Arbeitslosenzahlen weiterhin positiv
Der positive Trend am Kölner Arbeitsmarkt scheint ungebrochen. Das zumindest berichtete am heutigen Donnerstagmorgen die Kölner Agentur für Arbeit in ihrem jüngsten Arbeitsmarktbericht. Demnach waren im Monat März 52.507 Erwerbsfähige als arbeitslos gemeldet. Das bedeutet den niedrigsten März-Stand seit 18 Jahren. Gegenüber dem Vorjahr. Allerdings stieg die Arbeitslosigkeit im Monat März um 413 Personen an (+ 0,8 Prozent). Den Vorjahreswert unterbot man jedoch trotzdem um 0,5 Prozent oder 275 Personen. Vor allem die so genannte Unterbeschäftigung war hingegen deutlich rückläufig. Die Arbeitsvermittlungsbehörde stellte im März 2011 einen Rückgang von 4,1 Prozent oder 2968 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat fest. "Die Arbeitslosigkeit steigt gegenüber dem Vormonat und im Vorjahresvergleich schrumpft der Rückgang. Da muss es auf den ersten Blick verwundern, wenn ich dennoch von einer positiven Entwicklung spreche", erklärte Peter Welters, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Köln. Grund dafür sei in erster Linie eine deutliche Reduzierung der Fördermaßnahmen. Auf einen solchen statistischen Effekt wiesen die Verantwortlichen bereits vor Monaten hin.
Allerdings hinkt der Kölner Arbeitsmarkt unverändert hinter dem Bundes- und Landestrend hinterher, wie der Blick auf die anderen Marktdaten verdeutlicht. Mit einer offiziellen Arbeitslosenquote von 10,2 Prozent liegt die Stadt deutlich unter den Vergleichswerten auf Landes- oder Bundesebene. Auch im Regierungsbezirk Köln ist der Kölner Arbeitsmarkt mit diesem Wert deutlich schlechter als der vergleichbarer Großstädte. Dennoch betonte Welters die nach wie vor positive Grundstimmung am Arbeitsmarkt. Das machte der Agenturchef an einigen Zahlen der Statistik deutlich. So ging etwa die Zahl der Neumeldungen in Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,6 Prozent zurück. 6,9 Prozent mehr Arbeitslose fanden im März wieder zurück in Arbeit. Und mit mehr als 7000 offenen Stellen ist auch dieser Wert als der Vergleichswert aus dem Vorjahr, so Welters. Unabhängig davon bezeichnete der Agenturchef dien Entlastungseffekt der arbeitsmarktpolitischen Fördermaßnahmen als weiterhin zu hoch. "Trotz des Rückgangs sind noch viel zu viele Menschen in Fördermaßnahmen und damit in verdeckter Arbeitslosigkeit", so Welters weiter.
Erwartung bleibt positiv
auch in den kommenden Monaten wird sich nach Einschätzung des obersten Kölner Arbeitsvermittlers am grundsätzlichen Trend erst einmal wenig verändern. Die Zahl der Menschen in Arbeitsmarktmaßnahmen wird weiter zurückgehen. Dadurch wird sich die Zahl der offiziell als "arbeitslos" geführten Erwerbsfähigen erhöhen. Dieser Trend kann jedoch möglicherweise gebrochen durch einen stark anziehenden Arbeitsmarkt. Viele der vergangenen Maßnahmen konnten nicht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern helfen. Vor allem, wenn die Teilnehmer selbst weit vom Arbeitsmarkt entfernt sind, ist der Erfolg von Fördermaßnahmen mit dem Risiko des Scheiterns behaftet. So zeigte der nähere Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen, dass die Zunahme an Arbeitslosigkeit vor allem in der Gruppe der über 50-Jährigen registriert wurde. Diese Gruppe stellt inzwischen ein gutes Viertel aller "arbeitslos" gemeldeten Erwerbsfähigen. Welters plädierte vor diesem Hintergrund dafür, auch diese Potenziale konsequent zu erschließen. Engpässe gibt es vor allem im Bereich des IT-Fachpersonals, hier sind vor allem Fachkräfte mit Berufserfahrung gefragt. Auch in manchen Ausbildungsberufen, wie zum Beispiel der Metall- und Elektrobranche gibt es inzwischen eine große Nachfrage nach Fachlräften.

























