27. 05. 2012
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Arbeitsmarkt Köln: Zahl der Arbeitslosen geht weiter zurück
Der Kölner Arbeitsmarkt hat im Oktober dieses Jahres weiter an Boden aufgeholt. Mit 50.505 Arbeitslosen sank die Zahl gegenüber dem Vormonat um 798 oder 1,6 Prozent ab. Damit folgte der Arbeitsmarkt in der größten Kommune des Landes NRW auch dem Landestrend, auch wenn der Rückgang der Arbeitslosigkeit landesweit mit 2,2 Prozent etwas stärker ausfiel. Die offizielle Arbeitslosenquote lag mit 9,8 Prozent um ein Zehntel Prozentpunkt unter dem Stand des Vormonats. Gegenüber dem Vorjahresmonat war der Rückgang wesentlich deutlicher. Hier registrierte die Kölner Arbeitsagentur ein Minus von 4,9 Prozent oder 2628 Erwerbsfähigen. Zuletzt gab es im Oktober des Boomjahres 2000 einen vergleichbar niedrigen Stand der Arbeitslosigkeit (2000: 50.483), wie die Agentur weiter bekannt gab. Allerdings gelang es den Kölner Arbeitsvermittlern nicht, die wichtige Marke von 50.000 Arbeitslosen in der Domstadt zu unterbieten. Doch der positiven Stimmung auf dem Arbeitsmarkt tat das kaum Abbruch, wie auch die Einschätzung der Verantwortlichen zeigte.
"Die Entwicklung ist erfreulich", kommentierte der Vorsitzende der Kölner Agenturgeschäftsleitung, Peter Welters, die Entwicklung auf dem Kölner Arbeitsmarkt. "Wir erleben eine kräftige Herbstbelebung. Die guten Konjunkturaussichten schlagen sich in der Einstellungsbereitschaft der Unternehmen nieder. Die Aufnahmefähigkeit des Kölner Arbeitsmarktes nimmt spürbar zu", begründete Welters seine Einschätzung. So haben sich im laufenden Jahr 2010 bis Oktober mit 32.900 deutlich weniger Menschen neu als arbeitslos gemeldet als im Vorjahreszeitraum (- 4,3 Prozent). Auf der anderen Seite stieg hingegen die Zahl der offenen Stellen, die der Kölner Agentur gemeldet wurde, um mehr als ein Viertel (+ 27,6 Prozent) auf 25.800 an. Aktuell sind 7500 gemeldete offene Stellen bei Kölner Unternehmen und Organisationen unbesetzt. Allerdings warnte auch Welters vor allzu früher Euphorie. Noch sei die Zahl der Arbeitslosen "beträchtlich". Zwar war auch die Zahl der "Unterbeschäftigten" im Oktober weiter rückläufig, sie ging auf knapp unter 70.000, die Quote auf 13,4 Prozent zurück. Aber es sind eben doch noch breite Schichten der erwerbsfähigen Bevölkerung, die vom Prozess der ökonomischen Wertschöpfung gänzlich ausgeschlossen sind. Die Arbeit der eigenen Agentur hingegen beurteilte der Chef positiv. So habe die Agentur in jüngster Zeit die eigenen Beratungsaktivitäten im Rahmen der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen deutlich ausgebaut. Unter anderem arbeite man hier mit externen Dienstleistern zusammen. Angesichts des Aufschwungs auch am Arbeitsmarkt könne man dies jedoch nun sukzessive zurückführen, hieß es dazu weiter.
Nun wolle man vonseiten der Agentur alles daransetzen, die Chancen auf eine Rückkehr ins Arbeitsleben für alle Kunden der Agentur zu erhöhen. Dem diene auch die Steuerung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Nach Angaben der Behörde befanden sich im Oktober noch knapp 8600 Menschen in Qualifizierungs- oder sonstigen Maßnahmen der Agentur. Immerhin waren das rund 4700 oder 35,5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Das dürfte vor allem auf den weitgehenden Abbau der Kurzarbeit zurückzuführen sein. Davon war in der aktuellen Statistik keine Rede mehr. Vom Aufschung ausgenommen war die Gruppe der älteren Arbeitslosen ab 55 Jahre. Hier registrierte die Kölner Agentur einen Anstieg um 2,8 Prozent auf 6403. Inzwischen ist auch die zahl der im Kundenzentrum betreuten "Kurzzeitarbeitslosen" wieder auf Jahresbasis wieder rückläufig. 12.253 werden hier in Sachen Jobvermittlung betreut. Ebenfalls rückläufig war auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Sie ging im Oktober auf 38.252 zurück. Gegenüber dem Vormonat waren das 722 (1,9 Prozent), gegenüber dem Vorjahresmonat sogar 3748 oder 8,9 Prozent weniger. Der Aufschwung scheint auch bei dieser Gruppe langsam anzukommen, so eine weitere Erkenntnis der aktuellen Statistik.

























