27. 05. 2012
Seite drucken
Auf dem Kölner Arbeitsmarkt ist weiter Frühling
Der Kölner Arbeitsmarkt erlebt derzeit einen lange anhaltenden Frühling. So wie im Rest der Republik entwickelte sich auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Köln zuletzt ausgesprochen positiv. Im Berichtsmonat Mai setzte sich der traditionelle Frühjahrsaufschwung weiter fort. Mit 51.057 Arbeitslosen sank diese Zahl gegenüber April 2011 um 845 Personen oder 1,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich stieg die Arbeitslosenzahl jedoch leicht um 83 Personen oder 0,2 Prozent an. Die offizielle Arbeitslosenquote ging damit um 0,2 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent zurück. Im Mai vergangenen Jahr waren zum gleichen Zeitpunkt 9,9 Prozent aller Erwerbsfähigen als arbeitslos gemeldet.
Auch wenn der erste Blick auf den Arbeitslosenbestand es vielleicht nicht vermuten ließe, die Erholung des Kölner Arbeitsmarktes setzt sich auch im Mai fort", kommentierte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Kölner Arbeitsagentur, Peter Welter, die Mai-Zahlen. Ebenfalls rückläufig war die so genannte Unterbeschäftigung im Einzugsgebiet der Kölner Arbeitsagentur. Damit gemeint sind Personen, die sich zurzeit in Qualifizierungsmaßnahmen befinden oder mit anderen arbeitsmarktpolitischen Instrumenten gefördert werden. Sie werden in der offiziellen Statistik nicht als arbeitslos geführt, sondern als "unterbeschäftigt" bezeichnet. Würden sie zu den Arbeitslosen hinzugezählt, läge die Arbeitslosenquote bei 14,1 Prozent. "Das ist deutlich zu viel", meint auch Welters. Dass die absolute Zahl der Arbeitslosen gegenüber Mai 2010 lag, erklärte Welters mit der Rücknahme der arbeitsmarktpolitischen Instrumente durch die Bundesagentur. Darauf hatten die Verantwortlichen allerdings bereits vor Monaten hingewiesen. Lediglich bei beruflichen Qualifizierungsmaüßnahmen hatte die Kölner Arbeitsagentur die Zahl der Teilnehmer im Jahresvergleich erhöhen können.
Mit 475.735 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg die Zahl der Menschen in einem regulären Beschäftigungsverhältnis bis November 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent oder fast 10.000 (9794) an. Die Zahl der offenen Stellen im Mai stieg mit 12.629 Angeboten im Jahresvergleich um 7,6 Prozent an. Die Zahl der Entlassungen ("Arbeitslosmeldungen unmittelbar aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt) im bisherigen Gesamtjahr hingegen reduzierte sich um 3,5 Prozent auf 16.407. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Arbeitsaufnahmen um 11,1 Prozent auf 12.727. Das zeugt nach Ansicht der Agenturverantwortlichen von einer weiterhin ungebrochenen Aufnahmefähigkeit des deutschen Arbeitsmarktes. Welters appellierte an die Unternehmen, selbst die verfügbaren Instrumente zur Qualifizierung der eigenen Belegschaft zu nutzen. Das mit Abstand wichtigste Instrument ist dabei die berufliche Ausbildung im eigenen Betrieb.

























