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27. 05. 2012
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Betriebliche Ausbildung ist der Königsweg


11.05.2010 20:15 von:

Schlagwörter: Köln,Residenz am Dom,Vorzeigebetrieb,Ausbildungsbetrieb,Ausbildungsplatz,betrieb

Am heutigen Dienstag fand in 33 Städten in NRW der Tag des Ausbildungsplatzes statt. Auch die größte NRW-Kommune war dabei. Oberbürgermeister Jürgen Roters und der Chef der Kölner Arbeitsagentur, Peter Welters, besuchten an diesem Tag die "Residenz am Dom". Der dortige Ausbildungsbetrieb stellt in Sachen Ausbildung besonders hohe Maßstäbe an. Wie der Direktor der Residenz am Dom, Peter Neuß, bei der heutigen Vorstellung erläuterte, muss dies aber nicht zwangsläufig einen höheren Bildungsabschluss voraussetzen. "rund die Hälfte unserer Azubis haben einen Hauptschulabschluss", erklärte Neuß. In einem internen Auswahlverfahren haben die Aspiranten in dem Unternehmen die Chance, durch gezielte Ansprache über "Schnuppertage" die geeigneten und motivierten Nachwuchskräfte herauszufinden. "Seitdem wir das machen, gibt es fast keine Ausbildungsabbrecher mehr", erläuterte Neuß das Rekrutierungskonzept. Den anderen Arbeitgebern empfiehlt er, auf die möglicherweise verborgenen Talente und Interessen der jungen Bewerberinnen und Bewerber zu schauen. "Hauptschüler haben zu Unrecht schlechte Chancen auf dem Ausbildungsmarkt. Viele haben Potenzial trotz schlechter Zeugnisnoten", weiß auch Agenturchef Peter Welters. Tage wie der heutige sollen den Stellenwert betrieblicher Ausbildung wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, führte Kölns oberster Arbeitsvermittler aus.

Die aktuellen Zahlen für das anstehende Ausbildungsjahr sind denn auch gar nicht so schlecht. Besonders erfreut zeigte sich Welters über die um rund 20 Prozent gestiegene Zahl von Bewerberinnen und Bewerbern. Derzeit registrierte die Arbeitsagentur knapp 4500 Lehrstellensuchende, knapp 700 mehr als vor einem Jahr zu dieser Zeit. Dem steht ein ebenfalls gestiegenes Angebot an Ausbildungsplätzen gegenüber. Dessen Zahl hat sich mit knapp 5000 allerdings nur geringfügig erhöht, wie Welters einräumte. Beide Zahlen miteinander ins Saldo zu setzen, macht jedoch wenig Sinn. "Köln ist ein sehr attraktiver Ausbildungsmarkt", erläuterte der Agenturchef weiter und meint damit die hohe Zahl von Azubis, die von außerhalb kommend in Köln eine Ausbildung beginnen. Folgerichtig befinden sich derzeit rund 2580 junge Menschen weiterhin auf der Suche nach einer geeigneten Lehrstelle. Auch diese Zahl liegt um rund 19 Prozent über den Vergleichszahlen aus dem Vorjahr. Lob zollte Welters hingegen dem gestiegenen Interesse der Jugendlichen an betrieblicher Ausbildung. "Die Jugendlichen kümmern sich heute intensiver als bislang um einen Ausbildungsplatz. Offenbar hat die Wirtschaftskrise einige wachgerüttelt", vermutet Welters. Von einem ausgeglichenen Ausbildungsmarkt könne man dennoch nicht reden. So sind unter den knapp 4500 Lehrstellensuchenden mehr als Hälfte aus älteren Schuljahrgängen, so genannte "Alt-Bewerber". Außerdem gebe es immer noch Ausbildungsberufe, die bei den Jugendlichen relativ unbekannt sind. Einen Mangel an Nachwuchskräften machen die Experten der Agentur bereits in einigen Berufsbildern fest. Betroffen davon sind Fleischer und Bäcker, aber auch einige Metallberufe, das Bauhandwerk, Gärtner und sogar kaufmännische Berufe, wie Welters weiter ausführte.

Für Oberbürgermeister Jürgen Roters ist Ausbildung ein "zentrales Zukunftsthema". Schon im Kommunalwahlkampf des vergangenen Jahres gehörte es zu den erklärten Zielen des Sozialdemokraten, im Bereich der Arbeitsmarktpolitik Akzente setzen zu wollen. "Ich bin sehr gerne zu diesem Termin gekommen", so Roters bei dem heutigen Pressetermin. Besonders faszinierte ihn die Verbindung und Verknüpfung der verschiedenen Ausbildungsberufe in der Residenz am Dom. "Ich finde das hervorragend", zollte der Oberbürgermeister dem Ausbildungskonzept Lob.

Kerngeschäft der Residenz am Dom ist die Residenz mit einer Kapazität von 160 Plätzen im betreuten Wohnen. Hinzu kommt ein Boarding-Haus mit 90 Zimmern sowie ein Vier-Sterne-Hotel mit 82 Betten. Darüber hinaus gibt es in der Einrichtung drei Restaurants sowie Fitness- und Kosmetiksstudio. Mit seinen derzeit 17 jungen Leuten in Ausbildung erreicht der Betrieb (173 Beschäftigte) eine Ausbildungsquote von fast zehn Prozent. Ausgebildet wird in sechs Ausbildungsberufen. Neben der Ausbildung zur Restaurant- und Hotelfachkraft bildet der Betrieb auch in zwei anderen kaufmännischen Berufen aus. Hinzukommen der Beruf der Altenpflegerin/Altenpfleger sowie Köche.







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