27. 05. 2012
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Die Praxis im Autohaus
"Unternehmen: Jugend. Zusammenarbeit mit Zukunft", so lautet der Name eines Modellprojekts der Stiftung der Deutschen Wirtschaft e.V. aus Berlin. An bundesweit zehn Standorten organisiert die Stiftung Begegnungen zwischen Schülern in der Berufsorientierung und Auszubildenden in kaufmännischen und technischen Berufsbildern. In Köln kamen 17 Jugendliche im Rahmen des Projekts in das 2007 errichtete Mercedes-Benz-Center nach Köln-Braunsfeld. Organisiert wurde die Praxisführung von den Auszubildenden des dortigen Autohauses. Im Rahmen der zweitägigen Berufsfelderkundung sollen die Jugendlichen sich mit der betrieblichen Praxis auseinandersetzen. Viele Jugendliche, das kritisieren auch die Kammern und die Arbeitsagentur immer wieder, legen sich zu schnell auf einen bestimmten Traumberuf fest. Viele aber schaffen es nicht, in ihrem Traumberuf einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Darüber hinaus gibt es Hunderte verschiedener Ausbildungsberufe, die alle Interessantes zu bieten haben. Und selbst der vermeintliche Traumberuf entpuppt sich für nicht wenige nachträglich als Alptraum.
Mit Projekten wie diesen sollen die angehenden Azubis Einblicke in den betrieblichen Alltag gewinnen. Das Besondere ist darüber hinaus, dass die Schülerinnen und Schüler mit den Azubis des Betriebs reden, sozusagen auf Augenhöhe. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Berücksichtigung von Jugendlichen aus Familien mit Zuwanderungshintergrund. Zwei Jahre dauert das Projekt, Köln ist einer von diesen zehn Standorten, an denen die so genannten "Future Camps", der zentrale Baustein des Projekts, stattfinden. Die einzelnen Workshops sind didaktisch aufeinander aufgebaut und sollen vor allem eines vermitteln: eine bessere Selbsteinschätzung der Stärken und Schwächen der angehenden Berufsanfänger. Darüber hinaus sollen geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für eine duale Ausbildung motiviert werden. Mit dem Projekt wollen die Initiatoren aber auch Netzwerke zwischen Unternehmen, Schulen und den Trägern der Jugendhilfe knüpfen.
Das Projekt der Berliner Stiftung ist Teil der bundesweiten Initiative "Jugend Stärken" des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Diese unterstützt außerdem die Bundesprogramme Kompetenzagenturen, "Schulverweigerung – Die zweite Chance" sowie die Jugendmigrationsdienste . Letztere kümmern sich besonders um den Übergang von Schule in den Beruf für Heranwachsende aus Familien mit Zuwanderungshinteergrund.
Mehr Informationen zur Stiftung der Deutschen Wirtschaft finden Sie auch auf der Internetseite des Vereins unter: www.sdw.org.

























