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27. 05. 2012
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DIHK: Mittelstand ist Jobmotor


16.08.2011 05:02 von:

Schlagwörter: DIHK,Mittelstandsreport,2011,August,Arbeitsmarkt,KMU,Einstellungen,Fachkräfteman

In einer aktuellen Umfrage unter 20.000 Mitgliedsunternehmen mittlerer Größe hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK positive Signale für den Arbeitsmarkt festgestellt. Die kleinen und mittleren Betriebe (KMU) sollen demnach bis zu 300.000 neue Stellen schaffen. Wenn es den Fachkräftemangel nicht gebe, wären es sogar noch mehr neue Stellen, teilte der DIHK weiter mit. Zuletzt war die Stimmung im Boomjahr 2007 derart positiv. Fast ein Viertel der befragten Unternehmen (23 Prozent) wollen in den kommenden Monaten zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Dem standen neun Prozent der KMU-Verantwortlichen gegenüber, die ihren Personalbestand auf mittlere Sicht verkleinern wollen. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent), so das Ergebnis der Umfrage, wollen die Zahl ihrer Mitarbeiter nicht ändern.

Besonders Unternehmen aus den Branchen Metallverarbeitung und Chemie zeigten sich in der Umfrage optimistisch, was die Zahl der eigenen Mitarbeiter angeht. Aber auch aus anderen Branchen gebe es positive Signale. Grund für den Optimismus ist die stabile Binnenkonjunktur, von der viele KMU profitieren. Ein weiterer Grund ist die gestiegene internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie. Zwar sind nach Auskunft des DIHK die Arbeitskosten auch weiterhin relativ hoch, aufgrund der zurückhaltenden Lohnentwicklung der vergangenen Monate habe sich die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Deutschland spürbar verbessert. Die Einstellungsneigung trifft dabei jedoch auf ein begrenztes Angebot. Schon in der Vergangenheit hatten Arbeitsmarktexperten vor einem Fachkräftemangel gewarnt. So dürfte es gerade für kleinere und mittlere Betriebe durchaus schwierig werden, geeignetes Fachpersonal zu finden. Das könnte sogar zu einer geringeren Wachstumsrate der deutschen Wirtschaft führen, warnen die DIHK-Autoren.

Immerhin erklärte fast ein Drittel der mittelständischen Unternehmen, dass dieser Fachkräftemangel ein Risiko für das eigene Geschäft darstelle. Vor einem Jahr lag dieser Prozentsatz noch bei 16 Prozent. Vor allem im technisch-mathematischen Bereich gebe es einen Engpass beim Nachwuchs. Allerdings suchen auch Betriebe aus dem Gastgewerbe immer häufiger vergeblich nach Fachkräften, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Aufgrund dieser Schwierigkeiten versuchen Unternehmen mit neuen Strategien, diesem Engpass entgegen zu wirken. Stipendien und Studienpraktika sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten seien nur einige der gewählten Maßnahmen. In einigen Landesteilen und Branchen werden sogar saftige Prämien für den Nachwuchs bezahlt, wie Medien schon vor Monatsfrist berichteten.

Den kompletten DIHK-Mittelstandsreport finden sie auch im Internet als pdf-Dokument unter: www.dihk.de.







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