27. 05. 2012
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Gewerkschaften der Region Köln-Bonn fusionieren
Die beiden Gewerkschaften der Regionen Köln und Bonn haben sich am gestrigen Mittwochabend zur Großregion Köln-Bonn zusammengeschlossen. Aufgrund der momentanen Wirtschaftskrise und den Plänen der neuen Koalition auf Bundesebene soll die neue regionale Gewerkschaft deutlich schlagkräftiger werden. 69 der 73 stimmberechtigten Delegierten wählten den 51-jährigen Kölner Gewerkschaftschef Andreas Kossiski zum Vorsitzenden der neuen Großregion. "Das war ein sehr guter Start in eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft", kommentierte der DGB-Vorsitzende der neuen Großregion seine Wahl.
Gemeinsam mit den im DGB zusammengeschlossenen Gewerkschaften werde er für die Rechte von Arbeitnehmern eintreten, versicherte Kossiski den Anwesenden. Sorge bereitet den Arbeitnehmervertretungen die mögliche Ausrichtung der neuen schwarz-gelben Koalition, die seit einigen Tagen über einen Koalitionsvertrag verhandelt. "Der DGB und seine Gewerkschaften sind das einzig Starke, was die Schwachen in dieser Republik haben", rief Kossiski den Delegierten zu. Im Vorfeld der Bundestagswahl hatten Liberalen unter anderem von einer Liberalisierung des Arbeitsmarktes gesprochen. Die Union hatte allerdings nach den Wahlen ebenso klar zum Ausdruck gebracht, dass sie dies nicht zulassen werde.
In der neuen Großregion werden neben den kreisfreien Städten Köln, Bonn und Leverkusen auch die umliegenden Kreise Rhein-Sieg, Rhein-Erft, Rheinisch-Bergischer sowie der Oberbergische Kreis vertreten sein. Bei einer Bevölkerung von über drei Millionen Menschen sind nach Gewerkschaftsangaben mehr als 200.000 Arbeitnehmer organisiert. Die neue DGB-Region ist damit die größte im Lande Nordrhein-Westfalen. Die Verantwortlichen werden allerdings auch die Verschlankung der Verwaltungsstrukturen voranbringen müssen. Zentralstandort der neuen Großregion wird das DGB-Haus am Hans-Böckler-Platz sein.

























