27. 05. 2012
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IHK beschließt Positionspapier zur Sicherung von Fachkräften
Die Kölner Industrie- und Handelskammer IHK sorgt sich schon seit längerer Zeit um die zukünftige Sicherung von ausreichend qualifiziertem Nachwuchs. Angesichts des demografischen Wandels und der drohenden Knappheit an jungen Berufseinsteigerinnen und –einsteigern raten nicht nur die Kammern schon seit längerer Zeit auf Ausbildung zu setzen. Auf ihrer letzten Sitzung hat dazu auch die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer IHK Köln ein Positionspapier beschlossen. Zwar gebe es die diffusen Szenarien eines drohenden Fachkräftemangels für die gesamte Volkswirtschaft. Bislang fehlte jedoch der regionale Bezug. Mit dem Positionspapier beschloss die Kammer zugleich auch einen Aktionsplan mit verschiedenen Bausteinen, wie die Kammer weiter bekannt gab.
Bildungs- und Wirtschaftsregion attraktiver machen
Von höchster Priorität sind für die Unternehmen in der Region vor allem Maßnahmen zur betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Ein weiteres wichtiges Argument für die Attraktivität des Arbeitsgebers ist eine gelungene Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder ein betriebliches Gesundheitsmanagement. Vor allem aber die kleineren und mittleren Unternehmen werden in den kommenden Jahren von dem erhöhten Fachkräftebedarf betroffen sein. Für die so genannten KMU wird es dabei zunehmend schwieriger werden, geeignetes Fachpersonal zu finden. Für viele Beratungsunternehmen, auch das ist Meinung der Vollversammlung, wird der demografische Wandel und seine praktischen Konsequenzen für die Personalpolitik von Unternehmen Anlass für neue Dienstleistungen sein. Insofern trägt der zukünftige Fachkräftebedarf sogar eine wirtschaftliche Chance in sich.
Davon unberührt bleibt eine zielgerichtetere und effizientere Bildungsarbeit das "A" und "O" einer solchen Betrachtung. So sprach sich die Kammer auch dafür aus, möglichst alle potenziellen Nachwuchskräfte auch tatsächlich zur Berufsreife zu führen. Hier gilt es insbesondere die hohen Zahlen von jungen Menschen in Warteschleifen deutlich zur reduzieren. Im Fokus stehen im Besonderen Jugendliche mit Migrationshintergrund und ältere Arbeitnehmer. Nicht zuletzt will die Kammer auch an der Attraktivität der Bildungs- und Wirtschaftsregion Köln mitarbeiten. Der gute Ruf sorgt schließlich auch dafür, dass neben der Aktivierung der einheimischen Bevölkerung auch der Zuzug qualifizierter Fachkräfte von außerhalb gewährleistet ist.
Zwar gehört auch die Domstadt derzeit noch zu den wenigen wachsenden Städten in Deutschland. Aber spätestens ab dem Jahr 2025 wird auch die Millionenstadt am Rhein von den negativen Folgen des demografischen Wandels getroffen werden. Nach derzeitiger Schätzung der IHK werden im gesamten Kammerbezirk im Jahr 2030 19.000 Menschen unter 20 Jahren weniger leben. In der Gruppe der 20- bis 30-Jährigen wird sich die Zahl sogar um 36.000 reduzieren. Steigen wird hingegen lediglich die Gruppe der Über 60-Jährigen. Über alle Altersgruppen hinweg wird es in der Region in 20 Jahren über 110.000 Erwerbsfähige weniger geben als heute.

























