27. 05. 2012
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INSM-Umfrage zu den Hemmnissen einer Vollbeschäftigung
Vollbeschäftigung bis zum Jahr 2015. Diese Zielvorgabe lassen sich in den Medienberichten der Wirtschaftsredaktion immer häufiger lesen. Tatsächlich sprechen zwei Faktoren für eine solche Entwicklung. Zum einen hält das robuste Wirtschaftswachstum in Deutschland in fast unvermindertem Tempo an. Zum zweiten rücken durch den demografischen Wandel immer weniger junge Arbeitskräfte nach. Doch das Ziel der Vollbeschäftigung scheint aus Sicht der Arbeitgeber gefährdet, wie die Fachleute des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Umfrage unter deutschen Unternehmen nun herausfanden. Vor allem bürokratische Hindernisse und die Qualität der berufsvorbereitenden Ausbildung sprechen einer schnellen Entwicklung des Arbeitsmarktes entgegen.
Nicht mal ein Drittel der befragten Unternehmen halten es daher für wahrscheinlich, dass die Vollbeschäftigung innerhalb der kommenden vier Jahre tatsächlich erreicht werden kann. Rund zwei Drittel der Unternehmer hingegen sprechen von erheblichen Hindernissen auf dem Weg dorthin. Nach der durch die IW-Tochter IW Consult durchgeführte repräsentative Befragung sind besonders Qualifikationsdefizite das Haupthindernis, das sehen rund 80 Prozent so. Drei Viertel der befragten Unternehmen hingegen halten bürokratische Hindernisse und die unverändert hohen Nebenkosten für das Haupthindernis. Vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen sind davon betroffen. Zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen die hohe Steuerbelastung als problematisch an. Die Höhe der Löhne und Gehälter stellt hingegen nicht einmal für ein Viertel (24 Prozent) der Befragten ein Hindernis auf dem Weg zur Vollbeschäftigung.
"Deutschland ist auf dem Weg zur Vollbeschäftigung. Die Umfrage zeigt uns aber auch, dass noch einige Hürden zu überwinden sind", kommentierte INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr die Ergebnisse der Umfrage. Die arbeitgebernahe Initiative forderte von der Politik neben einer Senkung der Lohnnebenkosten auch eine Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle, um dadurch neue Potenziale zu schöpfen. "An den Arbeitnehmern ist es, durch fortwährende Weiterbildung ihre Qualifikation auf Spitzenniveau zu halten. Wenn alle mitmachen, ist Vollbeschäftigung in Deutschland möglich", so Pellengahr weiter. Für die Befragung wurden 1172 Unternehmen aus der Industrie und den industrienahen in einer gewichteten Zufallsstichprobe ausgesucht. Der Zeitraum der Befragung lag zwischen dem 19. April und dem 9. Mai 2011.
Weitere Informationen zur Umfrage und der Kritik der Arbeitgeberseite an den Hemmnissen für eine schnelle Vollbeschäftigung in Deutschland finden sie auch im Internet unter: www.deutschland-check.de.

























