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27. 05. 2012
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IW befürchtet negative Impulse durch Fachkräftemangel


26.08.2010 12:38 von:

Schlagwörter: Köln,Institut der deutschen Wirtschaft,IW,Wirtschaftsforschung,Fachkräftemangel,

Deutschland droht ein Fachkräftemangel. In zahlreichen Branchen, insbesondere im Bereich der Hochtechnologie, sind besondere Ingenieure und Wissenschaftler gefragte Arbeitnehmer. Doch der sich verstärkende Aufschwung richtet den Blick der Wirtschaftsforscher wieder auf die Gefahren, die sich vor allem aufgrund des demografischen Wandels zeigen. So sind in vielen Unternehmen der Hochtechnologiebranche neben Ingenieure auch andere Akademiker knapp geworden, wie die Experten des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ausführten. Dieser Trend ist nicht ganz neu, wurde aber im vergangenen Jahr durch die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise lediglich aus den Schlagzeilen verdrängt. Das Grundproblem blieb auch dabei unverändert. So kamen bereits im Jahr 2007 auf 1000 erwerbstätige Ingenieure lediglich 35 Hochschulabschlüsse der Ingenieurwissenschaften.

Dank der Spezialisierung vieler Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes gibt es auch in vielen Betrieben des Mittelstands bereits in absehbarer Zeit einen Mangel an Fachleuten aus den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Insofern gelten die Branchen Maschinen- und Fahrzeugbau inzwischen ebenso zum Bereich der Hochtechnologie wie die Chemische Industrie. Gerade diese Industriezweige tragen in Zeiten einer positiven Konjunkturentwicklung nicht zuletzt dank des hohen Grades an Internationalisierung und Exportorientierung überdurchschnittlich zum gesamten Wirtschaftswachstum bei. Umgekehrt bedeutet der zunehmende Fachkräftemangel eine massive Gefährdung dieses Wachstums, so die Schlussfolgerung der IW-Experten.

Auch in anderen europäischen Ländern lassen sich ähnliche Entwicklungen beobachten, allerdings tritt das Problem nicht in dieser Schärfe auf, so das Institut weiter. Die Forderungen der Arbeitgeber sind dabei ebenfalls nicht neu. Ein ganzes Jahrzehnt nach der Debatte um die "Green Card" bringt das IW erneut den Abbau von Hürden für den Zuzug ausländischer Spezialisten ins Spiel. Darüber hinaus sollte die Politik, in diesem Fall besonders die für Schulfragen zuständigen Bundesländer, sich darum bemühen, den Unterricht in diesen Fächern interessanter zu gestalten.







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