27. 05. 2012
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Journalisten bestreiken Stadt-Anzeiger, Express und Rundschau
(ehu) Seit Freitag bestreiken rund 150 Redakteure, Pauschalisten und freie Journalisten die Tageszeitungen Kölner Stadt-Anzeiger, Express und Kölnischer Rundschau – von der Öffentlichkeit kaum bemerkt und auch in der Berichterstattung aus dem eigenen Haus kaum berücksichtigt. Nach einer Urabstimmung hatten die beiden Gewerkschaften Deutsche Journalisten-Union (dju in Verdi) und Deutscher Journalistenverband (DJV) zu dieser Arbeitskampfmaßnahme aufgerufen. In Nordrhein-Westfalen hatten sich dabei 98 Prozent für einen Streik ausgesprochen. In den vergangenen Wochen war es schon wiederholt zu Warnstreiks gekommen (Köln Nachrichten berichtete).
Nach Gewerkschaftsaussagen sollen die Redaktionen im Neven-DuMont-Haus an der Amsterdamer Straße nur noch zur Hälfte besetzt sein. "Die aktuelle Ausgaben werden von Streikbrechern mit Agenturmeldungen und Stehsatz gefüllt", so ein Insider. In den Bezirksredaktionen seien die Auswirkungen des Streiks größer als in Köln.
Die Gewerkschaften fordern eine Gehaltserhöhung von vier Prozent. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bietet keine Lohnerhöhung an, sondern will einen neuen Tarif durchsetzen. Dieser sieht längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub und kein Urlaubsgeld mehr vor. Vielmehr soll das Gehalt um 25 Prozent gesenkt werden, gelten soll er für Berufsanfänger sowie bei einem Arbeitsplatzwechsel. Am morgigen Dienstag verhandeln beide Seiten in Hamburg.

























