27. 05. 2012
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Kaum Veränderung am Kölner Arbeitsmarkt
Im Ferienmonat August hat sich am Kölner Arbeitsmarkt per Saldo wenig geändert. Wie die Kölner Agentur für Arbeit am heutigen Dienstag mitteilte, stieg die Zahl der Arbeitslosen um 359 oder 0,7 Prozent auf 53.545 an. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 2032 Arbeitslose weniger, wie die Verantwortlichen bekannt gaben. Trotz des nur geringen Zuwachses der Arbeitslosenzahlen stieg die offizielle Quote in von leicht auf 10,4 Prozent an. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert zum gleichen Zeitpunkt noch bei 10,8 Prozent. Auch Kölns Agenturchef Peter Welters sprach von einem "recht ruhigen" Verlauf des Sommermonats. Trotz des leichten Anstieg sei die Entwicklung sogar überwiegend positiv verlaufen. Die Zahl der Arbeitsaufnahmen aus der Arbeitslosigkeit ist gestiegen, die Zahl der freien Stellen blieb mit etwas mehr als 3100 auf dem gleichen Niveau wie im Vormonat. Die Zahl der Neuanmeldungen in Folge von Arbeitslosigkeit sind gegenüber dem Vormonat hingegen leicht rückläufig. Bei der Entwicklung im August machten die Verantwortlichen der Bundesbehörde auf eine besondere Entwicklung aufmerksam. So waren nahezu alle per Saldo zusätzlich ausgewiesenen Arbeitslosen im Bereich der Jobcenter angefallen. Die Einrichtung der Arbeitsgemeinschaft (aus Bundesagentur und Kommune) meldete per Saldo im August 340 Arbeitslose mehr in der Betreuung als im Vormonat. Die anderen 19 per Saldo neu gemeldeten Arbeitslosen liefen demzufolge im Kundenzentrum der Arbeitsagentur an.
Auch unter den jüngeren Arbeitslosen gab es im August Anzeichen für eine erfreuliche Entwicklung. Obwohl das neue Ausbildungsjahr erst im September bzw. im Oktober beginnt, sank auch hier die Arbeitslosenquote (Jugendliche unter 25 Jahren) um 0,3 Prozent auf 5381. Mit einer "jugendspezifischen" Arbeitslosenquote von zehn Prozent liege man sogar unter den Zahlen des gesamten Kölner Arbeitsmarktes. Hier wird der bereits beschriebene Trend noch deutlicher. Während die im Kundenzentrum der Agentur betreuten Jüngeren offenbar sehr schnell in neue Arbeit vermittelt werden konnten, stieg die Zahl im Bereich der Jobcenter der ARGE sogar an. Mit 3591 Arbeitslosen waren das 452 oder 14,4 Prozent mehr als im August 2009. Für Welters ein klares Zeichen in Richtung Bildungsinitiative. "Hier zeigt sich, dass eine Berufsausbildung hilft, Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder aber sie rasch zu beenden", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Arbeitsagentur. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels aufgrund der demografischen Entwicklung sei Ausbildung für Unternehmen eh das "Gebot der Stunde". "Wer jetzt ausbildet, hat in drei Jahren eine junge Fachkraft für seinen Betrieb", erklärte Welters weiter.
Auch bei der Zahl der so genannten "Unterbeschäftigten" gab es keine wesentlichen Veränderungen. Hier registrierten die Kölner Arbeitsvermittler 69.416 Kölnerinnen und Kölner, die trotz Bemühungen keiner regulären sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen. Zusammen mit den geförderten Selbständigen sowie den Vorruheständlern beläuft sich die Zahl der Unterbeschäftigten sogar auf 73.129. Zwar blieb diese Zahl im Monatsvergleich nahezu konstant. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist jedoch ein spürbarer Anstieg zu verzeichnen. Der beträgt mehr als 5000 Leistungsempfänger oder 7,5 Prozent. Unter den Stellenangeboten sind weiterhin die Bereiche Büro- und Verwaltungstätigkeiten mit 1196 freien Stellen führend. Knapp dahinter stehen bereits Angebote der Metall- und Elektrobranche. Hier sind derzeit 1157 Stellen unbesetzt. Die Berufsgruppe der Ingenieure bleibt ebenfalls gesucht. Allerdings belegt diese Gruppe in der Rangliste der Agentur mit 373 freien Stellen nur den sechsten Rang, hieß es dazu abschließend.

























