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27. 05. 2012
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Köln: Ausbildungsmarkt entwickelt sich im Landestrend


17.12.2010 11:32 von:

Schlagwörter: Köln,Ausbildungsverträge,2009,2010,Anstieg,NRW,Landesamt,Arbeitsagenturbezirk,Au

In den vergangenen Wochen und Monaten nimmt die Diskussion um den bevorstehenden Fachkräftemangel wieder an Dynamik und Präsenz zu. Kommunen, Kammern und Gewerkschaften plädieren hier unisono für mehr Ausbildungsverträge, Zielgruppe ihrer Appelle sind die vielen Unternehmen in NRW, die eben nicht ausbilden. Nach übereinstimmenden Schätzungen der Kölner IHK und der Arbeitsagentur bildet nur jede vierte Firma tatsächlich auch betrieblich aus. Landesweit haben die Ausbildungsbetriebe im abgeschlossenen Berufsbildungsjahr (Oktober 2009 bis September 2010) 122.310 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das waren 0,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am gestrigen Donnerstag meldete. Auch der Kölner Bezirk der Arbeitsagentur verzeichnet ähnliche Ergebnisse. Mit offiziell 8038 Ausbildungsverträge erreichte auch die größte NRW-Kommune ein leichtes Plus von 0,8 Prozent. Damit liegt die Millionenstadt am Rhein ziemlich genau im Landestrend. Gegenüber den Boomjahren 2006/07 und 2007/08 sind das aber noch immer fast 10.000 Ausbildungsverträge weniger, ermittelte das Landesamt in seiner Langzeitreihe.

Kaufmännische Ausbildung im Dienstleistungsbereich beliebt und gefragt

Innerhalb der unterschiedlichen Ausbildungsberufe sind vor allem kaufmännische Ausbildungen besonders häufig. Nach dem Ausbildungsberuf "Verkäufer/in" (6841) stehen weitere kaufmännische Ausbildungswege im Einzelhandel (6342) und in der Industrie (4867) an der Spitze der Rangliste im zurückliegenden Ausbildungsjahr. Neben kaufmännischen Ausbildungswegen ist der Gesundheitsbereich mit dem Ausbildungsberuf "medizinische Fachangestellte" und 3906 neuen Ausbildungsverträgen im vergangenen Jahr weiter auf dem Vormarsch. Beliebtester Ausbildungsberuf im gewerblich-technischen Bereich ist der Kraftfahrzeugsmechatroniker, der im zurückliegenden Ausbildungsjahr auf 3385 neu abgeschlossene Verträge kommt. Mit 3040 neuen Azubis ist das Friseurhandwerk die Nummer 1 unter den so genannten konsumnahen Dienstleistern.

Während bei Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, dem Gast- und Verkehrsgewerbe die Ausbildungszahlen trotz Wirtschaftskrise angestiegen waren, gingen sie landesweit im Handwerk um 1,1 Prozent auf 32.039 Verträge zurück. Besonders deutlich waren die Rückgänge in der Landwirtschaft (- 9,5 Prozent auf 2329) sowie im Bereich der Hauswirtschaft (- 16,4 Prozent auf 629). Spitzenreiter in diesem Vergleichs-Ranking ist der Öffentliche Dienst, der im bevölkerungsreichsten Bundesland die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um gleich 4,1 Prozent auf 2805 erhöhte. Größter Wirtschaftszweig unter den Anbietern betrieblicher Berufsausbildung bleiben aber die Unternehmen aus Industrie, Handel, Banken, Versicherungen sowie dem Gast- und Verkehrsgewerbe. Hier gab es ein Plus von immerhin 1,6 Prozent auf 73.597, wie die Landesstatistiker meldeten.

Köln ist guter Durchschnitt

Unter den 33 Bezirken der Bundesagentur für Arbeit in NRW gab es auch im vergangenen Jahr trotz der leicht positiven Gesamtentwicklung auch regional deutliche Unterschiede. Die Situation in der größten Kommune des Landes stellt sich durchaus robust dar. Nach einem deutlichen Rückgang der Ausbildungsverträge im Ausbildungsjahr 2008/2009 konnte sich der Kölner Ausbildungsmarkt trotz Wirtschaftkrise positiv behaupten. Mit 8036 abgeschlossenen neuen Ausbildungsverträgen erreichte Köln einen Anstieg von 0,8 Prozent und liegt damit sogar noch minimal vor dem Landestrend. Bisheriger Rekordwert sind die 9730 Ausbildungsverträge aus dem Jahr 2007/2008. Dieser wert bricht allerdings deutlich nach oben aus und ist aufgrund einer "fehlerhaften regionalen Zuordnung" auch der angrenzenden Arbeitsagenturbezirke nicht wirklich aussagekräftig. Im Vergleich zum Ausbildungsjahr 2002/2003 ergibt sich ein deutlicher Zuwachs von nicht ganz zehn Prozent. Auch da liegt die Domstadt nahezu im Landestrend. Die größten Steigerungen bei den Ausbildungsverträgen verzeichneten die Landesstatistiker in Iserlohn. Hier stieg die Zahl um 8,1 Prozent auf 3049. Den deutlichsten Rückgang gab es im Bereich des Agenturbezirks Ahlen in Westfalen. Hier sank die Zahl der neuen Ausbildungsverträge um 6,1 Prozent auf 1832.







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