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27. 05. 2012
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Köln: Ende der Krise auf dem Arbeitsmarkt?


29.04.2010 21:27 von:

Schlagwörter: Köln,Arbeitsmarktpolitik,Arbeitslosenzahlen,Arbeitslosenquote,Arbeitsmarkt,Arbei

Die Arbeitsagenturen der Republik hatten am heutigen Donnerstag Meldetag. Die April-Zahlen sind erneut positiver ausgefallen als von vielen befürchtet. Die Zahl der Arbeitslosen ist dabei sowohl im Monats- wie auch im Jahresvergleich wieder rückläufig. Mit 52.028 Arbeitslosen sank diese Zahl auch in der größten NRW-Kommune überraschend deutlich. Gegenüber April 2009 waren das 2530, gegenüber März dieses Jahres immerhin noch 830 Erwerbslose weniger. "Erste konjunkturelle Lichtblicke" seien für die überraschend deutliche Frühjahrsbelebung verantwortlich, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der Kölner Arbeitsagentur, Peter Welters, ausführte. Auch wenn Kölns ranghöchster Arbeitsvermittler nicht von einer Trendwende reden will, sind die kurzfristigen Aussichten für die kommenden beiden Monate günstig. Die traditionelle Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt sorgt üblicherweise auch im Mai und Juni für weitere Rückgänge.

Hauptgrund für die Zurückhaltung der Kölner Agenturspitze ist der nach wie vor hohe Grad an Unterbeschäftigung. Damit umschreiben die Verantwortlichen der Bundesbehörde die Zahl der Erwerbslosen zuzüglich derjenigen, die sich in so genannten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden. Dazu zählen neben der Kurzarbeit auch die vielen Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen. Nach Angaben der Agentur ist diese Zahl mit 73.000 weiterhin auf einem Niveau deutlich jenseits der Zehn-Prozent-Marke. Offiziell liegt die Arbeitslosenquote in Köln bei 10,1, die Quote der "Unterbeschäftigten" aber bei 14,1 Prozent. Außerdem stellen die Berater der Agentur trotz der positiven Konjunkturimpulse weiterhin eine "fehlende Aufnahmefähigkeit" des Arbeitsmarktes fest. Zwar wollen viele Betriebe ihr Stammpersonal halten, dafür stellen sie jedoch keine neuen Mitarbeiter ein. So drohe auch ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit, warnt die Agenturgeschäftsführung.

Große Hoffnungen setzen die Verantwortlichen auf präventive Maßnahmen. Dazu gibt es verschiedene Bausteine, neben der Weiterbildung von Fachpersonal über die Qualifizierung junger Nachwuchskräfte sowie die Heranführung von Arbeitslosen an den ersten Arbeitsmarkt. Schließlich steht der heimischen Wirtschaft noch das Schreckgespenst des demografischen Wandels bevor. Spätestens nach dem doppelten Abiturjahrgang im Jahr 2013 wird sich die sinkende Zahl von Neugeborenen der vergangenen Jahre negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken.

Als weiteren positiven Faktor bezeichnete die Arbeitsagentur die wiederanziehende Nachfrage von Zeitarbeitsunternehmen. Mit rund 3400 Stellen suchen die Unternehmen der Branche in Köln wieder gut ein Viertel mehr Mitarbeiter als vor einem Jahr. Die Zeitarbeitsbranche gilt wegen ihrer flexiblen Regelungen der Arbeitsaufnahme als Gradmesser für die Konjunktur auf den Arbeitsmärkten, hieß es dazu abschließend.







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