27. 05. 2012
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Köln profitiert vom Trend auf Arbeitsmarkt
Die traditionelle Herbstbelebung in der Wirtschaft ist auch in diesem Jahr zu beobachten. Und mit dem allgemein positiven Trend am Arbeitsmarkt gingen auch in Köln die offiziellen Arbeitslosenzahlen deutlich zurück. Wie die Kölner Agentur für Arbeit am heutigen Donnerstagmorgen mitteilte, waren im September 2242 weniger Menschen als arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Mit 51.309 Arbeitslosen in der offiziellen Statistik lag die Quote nach 10,4 Prozent im Vormonat nun wieder bei 9,9 Prozent. Damit hat der Kölner Arbeitsmarkt zum zweiten Mal die magische Schwelle von zehn Prozent unterschritten. Köln bewegt sich damit im Bundes- und Landestrend, auch hier gingen die offiziellen Zahlen deutlich zurück. Während in NRW die Arbeitslosenquote im Monatsvergleich um 4,4 Prozent auf 752.540 Arbeitslose zurückging, sank sie auf Bundesebene auf 3.031.000, auch dies ein deutlicher Rückgang von fast fünf Prozent gegenüber August 2010. Auch im Jahresvergleich schnitt der Arbeitsmarkt in diesem Herbstmonat deutlich besser ab. So waren in Köln 2842 weniger Erwerbspersonen arbeitslos als ein Jahr zuvor.
Den deutlichen Rückgang erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Kölner Arbeitsagentur, Peter Welters, nicht alleine mit saisonalen Einflüssen. "Der Beginn des neuen Schul- und Ausbildungsjahres sowie die anziehende Kräftenachfrage nach der Sommerpause beeinflussten die Arbeitsmarktentwicklung positiv. Der Kölner Arbeitsmarkt wird immer aufnahmefähiger", so die Stellungnahme des Arbeitsmarktexperten. Tatsächlich scheint der Arbeitsmarkt langsam den guten konjunkturellen Vorgaben zu folgen. "Die Kölner Unternehmen stellen wieder ein", so die Beobachtung der Kölner Behörde. Seit Anfang des Jahres meldeten sich insgesamt fast 30.000 Erwerbsfähige neu in die Arbeitslosigkeit. Das waren zwar rund 1400 weniger als im Vorjahreszeitraum. Dem stehen bislang rund 22.000 Vermittlungen in Arbeit gegenüber, ein Anstieg von 800 gegenüber 2009. Deutlich positiver sieht es beim Arbeitsangebot aus, dass die Arbeitgeber der Bundesbehörde übermittelt. Hier erhöhte sich die Zahl der Jobangebot um rund ein Viertel auf 24.000. Im September 2010 waren es mit 7600 sogar 30 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Allerdings bleibt die so genannte Unterbeschäftigung ein Problem. Zwar sind auch hier die Zahlen rückläufig. Nach offizieller Darstellung waren im auslaufenden Monat weitere 15.408 in verschiedenen Maßnahmen gelistet. Diese "Arbeitssuchenden" gehören nach amtlicher Statistik in den Bereich der "Unterbeschäftigung", so zum Beispiel Erwerbsfähige in Qualifizierungs- oder anderer arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Auch die Kategorie der Integrationsjobs zählt in diese Kategorie. 66.711 bemühen sich demnach aktiv, eine Beschäftigung zu finden. Mit einer Quote von 13,5 Prozent liegt der Wert aber noch etwas deutlicher unter dem August-Wert. Vor einem Monat waren es noch rund 2700 mehr. Die Quote lag bei etwas mehr als 14 Prozent. Und selbst wenn man die Personen in Altersteilzeit und geförderter Selbständigkeit hinzuaddiert ging auch die anteilige Unterbeschäftigung etwas zurück. Insgesamt galten im September 2010 70.395 Personen als unterbeschäftigt, 2205 weniger als im Vormonat. Dafür stieg hingegen die Zahl der offenen Stellen. Vor allem Metall- und Elektrobetriebe suchen qualifiziertes Personal, hier waren im September 1265 Stellen nicht besetzt, es folgten Büro- und Verwaltungsberufe mit 1083 freien Stellen. Auch der Mangel an Ingenieuren wird mit 255 freien Stellen wieder spürbar. Das waren immerhin fast 30 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt waren 40 Prozent der freien Stellen Jobs in der Zeitarbeitsbranche, hieß es dazu abschließend.
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