27. 05. 2012
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Kölner Arbeitsmarkt behält Aufwärtsschwung
Der Kölner Arbeitsmarkt hat im zurückliegenden Monat Juni 2011 seinen positiven Trend weiter fortgesetzt. Das meldete am heutigen Donnerstag die Kölner Agentur für Arbeit in ihrem monatlichen Arbeitsmarktbericht. Gegenüber dem Vormonat sind das 1111 Arbeitslose weniger als im Vormonat, folgerichtig sank die Arbeitslosenquote um 0,2 auf jetzt 9,6 Prozent. Das entspricht einem Rückgang von 2,2 Prozent. Zuletzt lag die Arbeitslosigkeit in einem Juni vor 18 Jahren auf einem derart niedrigen Niveau, erklärten die Kölner Arbeitsvermittler. Im Vorjahresmonat lag die Zahl der Arbeitslosen um 904 unter dem Niveau dieses Sommermonats.
"Der Kölner Arbeitsmarkt im Juni entwickelte sich erfreulich positiv. Sinkende Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung – sowohl beim Jobcenter als auch bei der Arbeitsagentur – zeigen, dass die Konjunktur robust ist und sich die Chancen für Arbeitsuchende zunehmend vergrößern. Der Arbeitsmarkt ist so aufnahmefähig, wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur. Auch unter den Langzeitarbeitslosen gebe es einen positiven Trend wie überhaupt über alle Parameter des Arbeitsmarktes hinweg. Die Zahl der Entlassungen ging im ersten Halbjahr 2011 zurück, in gleichem Maße stiegen die Chancen für die Arbeitslosen, durch eine Arbeitsaufnahme wieder zurück ins Berufsleben finden.
Von einem "Sommermärchen" zu sprechen, sei allerdings nicht angebracht. Zwar ging auch die Unterbeschäftigung im Jahresvergleich um 4200 und damit noch kräftiger zurück. Dass diese gesunkene Zahl sich nicht in voller Höhe in den Arbeitslosenzahlen niederschlägt, liegt an den rückläufigen Finanzierungsvolumina für bestimmte arbeitsmarktpolitische Instrumente. Noch vor Monatsfrist hatten die Verantwortlichen der Kölner Arbeitsagentur davor gewarnt, dass die Zahl der Arbeitslosen trotz robuster Konjunktur und der entsprechenden Nachfrage am Arbeitsmarkt sogar ansteigen könnte. Diese Sorge war zumindest im Juni dieses Jahres offenbar unbegründet, obwohl sie nicht gänzlich vom Tisch ist. Noch immer gelten in Köln knapp 74.600 Erwerbsfähige als "unterbeschäftigt".
Auch für die nähere Zukunft zeigte sich Welters zuversichtlich. Mit einem saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosenzahlen sei zwar spätestens im August weder zu rechnen. Mittelfristig aber haben die Vorzeichen eine positive Note. Auch der Kölner Arbeitsmarkt wird dabei – wie viele andere Städte auch – von drei Mega-Trends beherrscht. Neben dem viel zitierten und beginnenden demografischen Wandel spielen auch Aspekte der Globalisierung und des technologischen Fortschritts eine wesentliche Rolle. All das zusammen genommen werde "die Strukturen des Arbeitsmarktes schnell und grundlegend verändern", so Welters weiter. Damit einher geht eine gestiegene Erwartung an die Qualität der Produkte und Dienstleistungen und folglich auch eine entsprechende Qualifizierung des Fachpersonals. Um dem drohenden Fachkräftemangel schon jetzt entgegen zu wirken, gebe es nach Ansicht von Welters nur ein wirkliches Mittel, dass die Arbeitgeber selbst in der Hand haben. "Berufliche Aus- und Weiterbildung ist das Gebot der Stunde", bringt Welters sein Argument auf den Punkt. Es war nicht das erste Mal.

























