27. 05. 2012
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Kölner Arbeitsmarkt: Erstmals weniger als 50.000 Arbeitslose
Der Kölner Arbeitsmarkt ist weiter auf dem Vormarsch. Mit 49.878 arbeitslos gemeldeten Personen erreichte die November-Statistik in diesem Jahr einen neuen historischen Tiefstwert seit Beginn der Aufzeichnungen. Das gab die Kölner Agentur für Arbeit in ihrer heutigen Presseerklärung bekannt. Gegenüber dem Vormonat verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 627 oder 1,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergab sich sogar ein Rückgang von 3351 Personen oder 6,7 Prozent. Folgerichtig sank auch die offizielle Arbeitslosenquote um einen Zehntelprozentpunkt auf 9,7 Prozent. "Die Herbstbelebung setzt sich fort", so die wichtigste Erkenntnis der aktuellen Arbeitsmarktzahlen aus der größten Kommune des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Chef der Kölner Arbeitsagentur, Peter Welters, sieht damit den Trend der vergangenen Monate bestätigt. "Auf dem Kölner Arbeitsmarkt geht es Schritt für Schritt bergauf", so Welters in einer ersten Stellungnahme zu de aktuellen Zahlen. Doch angesichts des Wintereinbruchs in den letzten Novembertagen und der bevorstehenden kalten Jahreszeit dürfte sich die Zahl der Arbeitslosen schon bald wieder nach oben bewegen. "Das ist nicht beunruhigend, weil saisonbedingt", so die Erklärung von Kölns oberstem Arbeitsvermittler.
Mehr Langzeitarbeitslose zurück im Job
So setzte sich im November auch der Trend der zunehmenden Zahlen bei der Jobvermittlung bei Langzeitarbeitslosen fort. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres gelang insgesamt 9847 "Kunden" der Kölner ARGE der Sprung zurück in den Arbeitsmarkt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das eine Zunahme von 679 Personen oder 7,4 Prozent. Zum Vergleich: Im Bereich der Arbeitsagentur, die sich in den Jobcentern um die Vermittlung von Kurzzeit-Arbeitslosen kümmert, wurden im bisherigen Jahresverlauf 18.090 Menschen auf einen Arbeitsplatz vermittelt bzw. meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab. Trotzdem bleibt das Thema Langzeitarbeitslosigkeit ein schwieriges in de Domstadt. Denn die Zahl der Arbeitslosen, die bereits seit mehr als einem Jahr einen neuen Job suchen, liegt mit 37.939 immer noch auf einem hohen Niveau. Allerdings waren es bereits 4453 oder 10,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 11.939 Arbeitslose wurden im Bereich der Arbeitsagentur von der Kölner Behörde betreut. Trotz der an sich positiven Zahlen gab es im November wieder mehr ältere Arbeitslose als im Oktober. Die Zahl der Arbeitslosen mit mehr als 50 Jahren Lebensalter stieg im Monatsvergleich sogar leicht um ein halbes Prozent oder 59 arbeitslos gemeldete Personen an. Profitieren konnten im November hingegen vor allem die Jüngeren. Die Jugendarbeitslosigkeit der Unter-25-Jährigen ging im November kräftig zurück. Sie sank um 348 Personen oder 8,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Minus bei immerhin 6,4 Prozent und damit fast wieder auf dem Niveau des gesamten Arbeitsmarktes.</p< <p>Unterbeschäftigung bleibt auf hohem Niveau
Neben den offiziellen Zahlen zur Arbeitslosigkeit weist die November-Statistik aber auch weiterhin ein hohes Maß an Unterbeschäftigung aus. Die Quote der "unterbeschäftigten" Erwerbsfähigen lag auch im November weiterhin bei 13,4 Prozent. In dieser Zahl sind unter anderem Personen erfasst, die sich in Qualifizierungsmaßnahmen der Arbeitsagentur befinden oder eine von der Arbeitsagentur geförderte Selbständigkeit beginnen. Zwar ging die Zahl im Vergleich zum Vormonat leicht um 0,3 Prozent zurück. Im Jahresvergleich stieg sie allerdings um 2296 oder 3,6 Prozent an. Kurzarbeit scheint jedoch nach der historischen Krise und der Aufholjagd in diesem Jahr derzeit kein Thema mehr zu sein. In der offiziellen Statistik tauchte diese Zahl im November gar nicht mehr auf. Zwar stieg die Zahl der Neumeldungen in Arbeitslosigkeit im November wieder leicht an. Mit 3218 erhöhte sich diese Zahl um 1,3 Prozent gegenüber Oktober 2010 und 3,5 Prozent gegenüber November 2009. Im bisherigen Gesamtjahr lag diese Zahl jedoch deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Auf der anderen Seite erhöhte sich die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes deutlich. Im November wurden 2788 Personen in einen Job vermittelt bzw. meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab. Das sind 21,8 Prozent als im Vorjahresmonat. Auch die Zahl der offenen Stellen lag im November mit 7217 deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Rückgang betrug 42,6 Prozent. Nicht ganz so stark war der Anstieg bei den sozialversicherungspflichtigen Stellen betrug das wachstum im Jahresvergleich allerdings "nur" 23,8 Prozent. 39 Prozent aller offenen Stellen entfallen inzwischen wieder auf Angebote von Zeitarbeitsfirmen. Die meisten offenen Stellen gab es in den Büro- und Verwaltungsberufen mit 1264 freien Stellen. Auch bei den Metall- und Elektroberufen gab es mit 1119 freien Stellen einen Vermittlungsschwerpunkt. Offene Stellen für Ingenieure blieben mit 261 auf einem konstanten Niveau.

























