Wetter


Webtipps:
Ratgeber für Aktien können das Risiko in Grenzen halten.

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





27. 05. 2012
Seite drucken

Kölner Arbeitsmarkt macht Sommerpause


28.07.2011 13:21 von:

Schlagwörter: Köln,Arbeitslosenzahl,Juli,2011,Arbeitsagentur,Unterbeschäftigung,Stellen,Sommer

Der Kölner Arbeitsmarkt hat traditionell im Juli eine Sommerpause eingelegt. Wie die Kölner Agentur für Arbeit am heutigen Donnerstag bekannt gab, stieg die Zahl der als arbeitslos gemeldeten erwerbsfähigen Personen um 1,5 Prozent oder 771 auf jetzt 50.717 Arbeitslose an. Das ist der niedrigste Juli-Wert seit 19 Jahren, wie die Verantwortlichen weiter ausführten. Damals waren allerdings mit 42.839 noch deutlich weniger Erwerbsfähige als arbeitslos gemeldet. Die Arbeitsagentur begründet den "moderaten" Anstieg der Arbeitslosigkeit mit der saisonbedingten "Sommerflaute". Der Blick auf den Vergleich zum Vorjahr zeigt indes, dass der Kölner Arbeitsmarkt weiterhin im positiven Trend liegt. Gegenüber Juli 2010 lag die Zahl der derzeit gemeldeten Arbeitslosen um 2395 oder 4,5 Prozent niedriger. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 10,3 Prozent. Ein weiterer Grund für den Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist der Abschluss des Schuljahres und das Ende der Ausbildungszeiten. Die nicht übernommenen Azubis sowie Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildung anstreben, melden sich häufig für eine kurze Übergangsfrist bei der Agentur als arbeitssuchend. Mit der Herbstbelebung wird dieser Effekt üblicherweise wieder ausgeglichen.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Kölner Arbeitsagentur, Peter Welters, gibt sich dennoch zuversichtlich. "Die weiterhin robuste Konjunktur belebt den Kölner Arbeitsmarkt. Allerdings ist – aufgrund des späten Ferientermins in diesem Jahr – auch im August mit einem weiteren saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Im Hebst allerdings ist es nach heutiger Sicht durchaus realistisch, die Zahl der Arbeitslosen wieder unter 50.000 zu drücken", führte der Agenturchef aus. Die Ampel stehe demnach weiterhin auf Grün, führte Kölns ranghöchster Arbeitsvermittler aus.

Positive Signale deuten auf gute Verfassung hin

Auch der Blick auf die ersten sieben Monate des laufenden Jahres zeigt ein überwiegend positives Bild. So wurden mit 22.663 Personen 2,7 Prozent weniger in die Arbeitslosigkeit entlassen. Auf der anderen Seite fanden in diesem Zeitraum mit 17.984 8,6 Prozent oder 1417 mehr Personen wieder zurück in Arbeit. Die Zahl der gemeldeten freien Stellen in diesem Zeitraum lag mit 17.978 ebenfalls über dem Stand des Vorjahres. Allerdings war der Anstieg hier mit 2,4 Prozent oder 417 am geringsten. Der überwiegende Teil der freien Arbeitsstellen waren sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen. Momentan sind im Stellenpool der Agentur 7144 Stellen als offen gemeldet. Im Juli waren alleine rund 1150 ausgebildete junge Fachkräfte nach dem Ende ihrer Ausbildung in die Arbeitslosigkeit entlassen worden. Welters und seine Arbeitsmarktexperten gehen davon aus, dass viele dieser Nachwuchskräfte recht schnell einen neuen Job finden werden.

Unterbeschäftigung reduziert sich weiter

Auch die so genannten "Unterbeschäftigten" werden nach Auskunft der Agenturverantwortlichen weniger. Mit 74.507 vorläufig ermittelten Personen, die Arbeit suchen und sich gerade in Qualifizierungsmaßnahmen befinden, lag die Zahl um 5188 oder 6,5 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats. Vor allem im Bereich der Arbeitsagentur (SGB III) ging diese Zahl zurück, gegenüber Juli 2010 um 11,7 Prozent. Auch bei den Langzeitarbeitslosen (nach SGB II) gab es nach Angaben der Agentur einen Rückgang. Der fiel jedoch mit 4,8 Prozent deutlich moderater aus. Insgesamt stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bis zum Jahreswechsel um 2,1 Prozent oder 9886 auf 473.261 Personen an. Dieser Anstieg ist vor allem auf den Ausbau von Teilzeitarbeitsmodellen zurückzuführen. Die Zahl der Teilzeitstellen stieg um 5,9 Prozent an und lag damit deutlich vor den Vollzeitstellen (+ 1,6 Prozent auf 361.005) und den geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen ("400 Euro-Jobs"), die um 1,6 Prozent anzogen. Die Zahl der ausschließlich geringfügig Beschäftigten blieb mit 72.945 nahezu konstant (+ 0,1 Prozent).







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse